Nu gugge
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Blick auf die Ober und die Habourbridge

Das Leben kann so schön sein.

Der Flug war ziemlich langweilig, obwohl man wunderbare Sicht auf den Boden hatte. Da es aber eigenMensch vor Vollmondtlich nur Wüste gibt hat man den Eindruck Über eine rote Wolke oder ein rotes Meer zu fliegen. Man nennt den Streifen zwischen Küste und Wüste Outback - dann kommt Neverland und dann kommt .... Never Never Land. Kein Witz. Habe mich ein wenig schlau gemacht - und einige Dinge fand ich doch bemerkenswert. In der Wüste gibt es mehr als 100.000 freilebende Kamele die die Afghanen dort mal vergessen haben als der Zug eingeführt wurde (Der Zug heisst heute Gahn - von Afgahn)- zu dem gibt’s jeweils im Millionenbereich freilebende Kühe, Pferde, Katzen, Hunde, ANZAC  gefallenen DenkmalKaninchen - aber kaum noch Känguruhs. Auch von den Aboriginals gibst heute nur noch ein zehntel der ursprünglichen Anzahl - liegt vor allem an den Krankheiten die von den weissen eingeschleppt wurden. Aber das nur am Rand. Wir sind erst mal mit dem Taxi unseren Camper abholen und mussten direkt am Bahnübergang halten. Eine Strasse mitten in der Wüste, Gleise die man gar nicht sieht und wir stehen an einem roten Signal. Und dann kam der Gahn, der immerhin zwei mal die Woche fährt. Ist kein besonderer Zug so das wir eigeSonnenuntergang bei Alice Springsntlich nur gelangweilt in der Wüste standen und gewartet haben bis der Zug mit seinen vierzig Waggons an uns durch war. Der Camper war der gleiche wie in der zivilisierten Welt so das wir gleich starten konnten. Wir sind auch gleich nach dem Einkaufen in die Innenstadt gefahren und haben uns Alice Downtown angesehen. In einer Stadt mit 20.000 Einwohnern nicht viel zu sehen. Claudi wollte unbedingt zu den Flying Doctors, aber die hatten schon zu. So haben wir uns ein Krokodilsteak gegönnt und uns den Sonnenuntergang vom ANZAC (Australia New Zealand Army Corps) Hill angesehen. Besonders schön war, dass die Sonne unterging und gleichzeitig genau gegenüber der fast Vollmond auf. Da standen wir andächtig und lasen uns die Tafeln mit Erklärungen durch. Wer von euch wusste, dass Australien im ersten Weltkrieg prozentual mehr Männer verloren hat als jedes andere Land? Das es im Vietnamkrieg war und im Digeridu Konzertzweiten Weltkrieg fast den Japanern zum Oper fiel? Man lernt ja nie aus. Ich erwähne das nur, weil es kurz vor ANZAC Day war an dem Feiertag ist und das ganze Land den gefallenen gedenkt. Am Abend sind wir dann in ein Digerido Konzert gegangen. War echt gut gemacht und hat uns sehr gefallen. Claudi hat sich gleich eine CD gekauft. Wenn man die unterm Sternenhimmel hört wird man nach einer Weile rammdösig und spart sich teure andere Rauschmittel. Wer Leben in der Wuestewill kann auch mitsingen: DiDouDigDouDigeriDouDiDou - daher kommt übrigens der Name. Tags drauf dann auf zum Fels in der Wüste Uluru (U loo roo) oder auch Ayers Rock genannt. Fünf Stunden durch die Wüste auf einem Highway auf dem sich alle Autofahrer grüssen. Man ist ja froh nach einer viertel Stunde ein anderes Lebewesen zu treffen und festzustellen man ist noch auf dem richtigen Weg und nicht allein. In der Gegend gibt es keinen einzigen Radiosender mehr. Und das Digerido Gedudel ging mir nach einer Weile auch auf den Geist. Also haben wir uns über Gott und die Welt unterhalten. Und plötzlich wurde mir klar, warum Leute in der Wüste irgendwann entweder Philosophen oder Religiös werden. Am Rock Visotor Center angekommen haben wir uns erstmal versuNetz hilft gegen die Fliegen. Bekommt man im Visitors Centercht die Geschichte der Wüste, der Aboriginal und des Berges gleichzeitig anzueignen. Ging aber nicht so gut weil das Center nicht viel Taugt. Aber man kann dort Fliegennetze kaufen. Und ich habe schon beim Aussteigen aus dem Camper gemerkt das das eine gute Idee sein könnte. Mit dem Netz über der Mütze und tausend Fliegen um den Kopf sind wir dann losgegangen und haben einen Helikopterrundflug im Sonnenuntergang gebucht. Gut gelaunt und da noch Zeit war haben wir auch gleich noch zwei Digerido gekauft. Und dann sind wir auf den Campingplatz und habe mit dem Üben angefangen. Ich habe irgendwie den Ton nicht getroffen und meinte dauernd ein Lachen zu hören. Man hat uns aber nicht vom Platz geworfen. Dann ging’s auf zum Rundflug. Mit uns sollten noch zwei Amis fliegen. Ich habe mir die Amis angesehen und den Heli und wieder die Amis - und ich hatte meine Zweifel das wir überhaupt vom Boden kommen würden.
Ab in die Lust - sollt man unbedingt machen.
Aber mit Caludi in der Mitte ging’s dann doch. Ja was soll ich sagen...es war wunderbar. Der Berg ist nicht ganz so rot wie man immer denkt, und aus der Luft auch ziemlich klein - aber am merkt erst von oben das es sonst bis zum Horizont in der Wüste eigentlich keine vergleichbare Erhebung gibt und das es sich um ein echtes Phänomen handelt.
Uluru im Sonnenuntergang

Danach waren wir natürlich hungrig und sind haben uns ein offizielles BBQ genehmigt. Eine Bar mitten in der Wüste die Fleisch verkauft und ein „all you can eat“ Salatbuffet bietet. Da haben wir dann versucht unser Krokodilschnitzel und den Känguruspiess sowie die Emuwürstchen fachgerecht zu BBQen. Ist eigentlich ganz gut gelungen. Aber es schmeckt nichts so wahnsinnig gut das man es nun unbedingt öfter essen müsste.

Am Folgetag sind wir los um uns den Berg näher anzusehen und haben den sogenannten „Basewalk“ gemacht. Da nicht viele Touristen gerne laufen waren wir ziemlich alleine. Kann aber auch daran gelegen haben, dass die Fliegen eine absolute Plage sind und das Erlebnis doch schmälern.
Die vielen Gesichter des Uluru
Die Aboriginals sehen im Uluru einen heiligen Berg und wünschen sich, dass Touristen ihn nicht besteigen. Trotzdem gibt es einen offiziellen Aufstieg auf den Berg. Hat wohl was mit Kommerz zu tun, denn der Sonnenuntergang vom Berg aus soll besonders toll sein. Dementsprechend werden auch alle drei Tage bekloppte Touristen ins Krankenhaus geflogen die sich beim Aufstieg überschätzt haben. Typisch australisch hat mal wieder einer ein Lineal genommen und den Kleine Wasseroase am Fuss des UluruAufstieg direkt gerade aus auf den Berg angelegt.

„We did not climb Uluru“ können wir uns nun stolz aufs Auto kleben, denn wir haben es respektiert, dass man nicht auf heiligen Orten herumklettern soll.

Auf zum BasewalkDer Berg ist ziemlich bald umrundet. Etwa 10 km unter der Wüstensonne. Man glaubt ja gar nicht wie viel Wasser man trinken kann ohne je auf Klo zu müssen. Dafür muss man sein T-Shirt häufiger wechseln.

Um zu erfahren was genau wir nun umwandert haben sind wir anschliessend noch ins Besucherzentrum gegangen. Hätte man ja eigentlich früher machen sollen, aber der Wanderweg wird um 10.00 geschlossen wenn die Temperaturen über 36 Grad gehen. Da wollten wir schon vorher unterwegs sein. Das Zentrum war dann auch sehr enttäuschend. Das Beste dort war der Kaffe und ein Eis.

Um die Mittagshitze zu nutzen sind wir wieder in unseren Camper und ab zum Kings Canyon. Unterwegs sind wir noch tiefer in Gott und die Welt Diskussionen geraten, denn auch hier sind es wieder vier Stunden ohne jede Abwechslung – mal von den vielen toten Känguruhs abgesehen die am Strassenrand liegen. Unser Campervermieter hat uns ausdrücklich untersagt nach Einbruch der Dunkelheit noch zu fahren. Dann sind die ganzen Tiere auf den Strassen unterwegs – und es ist nicht ratsam mit denen zusammenzustossen.
Sundown am Kings Canyon
Der Sonnenuntergang am Kings Canyon war nicht so toll, aber wir hatten vorgesorgt und uns diesmal lecker Bier mitgenommen – also die Farben waren nicht schlecht und gemütlich war’s dann auch – so nach ner Weile.

Warum wandert man am Kings Canyon? Weil der Aufstand mitten in die Wüste zu reisen nur um sich einen Berg anzusehen zu gross ist? Oder weil es sonst keine Wanderungen gibt? Oder weil man einfach nur wissen will ab der Canyon tatsächlich so toll ist wie alle behaupten? Ich kann’s auch nicht so genau sagen –
Kings Canyon
wir hatten halt noch einen Tag übrig und wollten Wandern. Der Canyon ist nichts besonderes, schön zu laufen und nett anzusehen, aber wer schon mal im Bryce Canyon war der wird das alles ziemlich langweilig finden. FliegenplageDie Sensation ist eigentlich der kleine See oder besser Fluss in dem Pflanzen und Tiere leben die es sonst nirgends auf der Welt gibt. Nur leider ist der Fluss momentan völlig ausgetrocknet, also nix mit den Wasserpflanzen, und die Tiere kommen erst in der Nacht. Uns hat’s trotzdem gefallen. Wir sind an ein paar ziemlich steilen Klippen gestanden und haben getestet wer mehr Höhenangst hat, sind auf den Steinen herumgeklettert und haben uns die Sonne ins Gesicht scheinen lassen (4 Liter Wasser pro Person Für 8 km).

Dann sind wir wieder auf nach Alice Springs. Damit die Fahrt diesmal spannender wird haben wir das Spiel „Mal sehen ob der Sprit noch bis zur nächsten Tanke reicht“ gespielt. Wäre doch mal lustig mitten in der Wüste ohne Sprit zu sein. Da hat und die Tankuhr einen Streich gespielt die gegen Ende immer schneller wird. Aber wir habens dann doch noch geschafft und in den 72 Liter Tank immerhin 70,5 Liter hineingefüllt. War also noch was drin.

Tags drauf ist schnell erzählt. Camper abgeben, Flieger nehmen und abends in Sydney ankommen. Dort den Backpacker suchen den wir online gebucht haben – was gar nicht so leicht war – und schön Abends essen gehen.

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