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Bali Urlaub 10.03. - 15.03.07
Sonntag: Ich habe hier heute einen lauen Tag gemacht - Erst war ich Frühstücken in einer kleinen Bar da das Büffet in meinem Hotel überhaupt nicht einladend ausgesehen hat. Dann bin ich Einkaufen gegangen. Viel zu viel Zeug - weiss gar nicht wie ich das in die Koffer bekommen soll. Habe mir vier Jeans mit zwei Gürteln und drei T-Shirts gekauft. Das ganze Sach ist hier sehr billig - noch billiger als in Malaysia. Die haben hier Hugo Boss Hosen für umgerechnet 10 Euro - schade das da meine Grösse wieder mal nicht vertreten war. Dann bin ich an den Strand und habe mir ein Body Board geliehen. Hat spass gemacht - aber lange nicht so viel wie am Gunamatta Beach. Zur Feier des Tages habe ich mich dann in ein feines Seafood Restaurant gesetzt und einen ganzen Snapper verdrückt. Der war so richtig lecker - auch wenn er so scharf gewürzt war das ich nun nix mehr schmecken kann. Und weil’s so schön war noch eine Massage mit heissen Steinen. Die waren so heiss, dass ich nun richtig rote Stellen auf der Haut habe - hoffe das geht wieder weg. Ich habe also noch nicht so arg viel von Bali gesehen. Es nervt mich sehr und ich meine wirklich sehr - zu einem Punkt an dem ich richtig aggressiv werde - das dich alle zwei Meter eine anquatscht. Das geht von in den Laden kommen über "Transport" bis zu "young girls". Ich habe versucht zehn Minuten am Strand zu sitzen um trocken zu werden und habe mich alle 20 Sekunden gegen einen Händler wehren müssen - ich hatte so die Schnauze voll das ich in nassen Klamotten heimgelaufen bin und unterwegs trocken wurde. Hilft zwar nicht so viel weil man auch da immer angesprochen wird, aber immerhin kann man dann ja quasi weglaufen.
Für Montag und Dienstag habe ich mir einen Wagen mit privatem Fahrer gemietet. Kostet mich 50 USD - das ist zwar nicht wenig, aber für einen ganzen Tag Auto mit Sprit und Fahrer ist es dann doch wieder geschenkt. Bin also schon fleissig am Tour basteln um mir die schönsten Dinge anzusehen. Ist gar nicht so einfach - es scheint hier so viele Dinge zu geben das sich die Führer nicht einig sind und auch nicht richtig was empfehlen wollen. Ich werde also auch mal den Fahrer interviewen wo man noch so hin kann. Ach - und die ganze Insel ist voller Australier. Ich bin quasi auf Australiens Mallorca gelandet.
Montag: Wir hatten hier heute auch fast den ganzen Tag regen. Aber das hat die Regenwälder und Reisplantagen in ein wunderbares Grün getaucht und hatte auch was für sich - du kennst mich ja - immer allem was gutes abgewinnen. Die Tour hat mit dem Königstempel begonnen. Den Koenig gib’s wohl immer noch - nur zu sagen hat er nichts mehr. War ganz nett, aber um ehrlich zu sein hat es mich nicht aus den Socken geworfen. Ich fand die vielen Blumen und die tollen Bäume fast noch besser als den Tempel. Dann sind wir weiter in die Berge gefahren. Gut das ich gar nicht erst mit der Idee gespielt habe man könnte hier selber fahren. Die Balinesen fahren wie die Irr en und die Strassen sind so eng und schlecht das ich immer wieder die Krise bekomme. Mein Fahrer ist absolut super und hat schon viele Dinge gemeistert wo ich aufgegeben hätte. Der kommt mit seinem kleinen Bus in den übrige ns fünf Leute für den gleichen Preis passen locker durch die aller engsten Schluchten und Engstellen. Inzwischen staune ich nur noch. In den Bergen haben wir dann an einem Fruit market halt gemacht - war auch ganz schön, aber ich hatte keinen Hunger und so sind die Fruits an mir vorüber - nur eine Packung leckerer Nüsse habe ich gekauft und die Tour über verspachtelt. Was mir halt einfach nicht gefällt ist, dass dich immer alle anfassen und dich in ihren Laden ziehen wollen. Die versuchen das mit falschen Preisen und auch mit Produkten die dann gar nicht ihnen sondern plötzlich dem Nachbarn gehören der zufällig viel mehr Geld will. Und sie überteuern einfach alles. Es empfiehlt sich mal beim halben Preis einzusteigen. Und wenn sie dir die Ware dann verkaufen - natürlich wiederwillig - dann Fluchen sie und beschimpfen dich auf Balinesisch. Ich finde das einfach total daneben und habe schon gar keine echte Lust mehr morgen noch auf die Künstlermärkte zu gehen. Aber Kemang holt mich um 8.30 ab - da muss ich dann wohl. Von dort sind wir weiter zum Tempel am See.
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Der See war echt schön, und der Tempel in tollem Panorama gelegen. Leider hat man vor lauter Wolken nicht viel gesehen. Hier sind wir dann ein wenig spazieren gegangen und haben einem Chinesischen Pärchen beim Hochzeitsbilder machen zugesehen - das war ganz schon lustig. Und dann kam der grosse Wolkenbruch. Das ist man ja als Australier gar nicht mehr so gewöhnt. Ich dachte erst wir können gar nicht mehr weiter weil es gleich die Strasse wegspült, aber da lag ich natürlich völlig falsch - es ist ja alles auf Regen ausgelegt - auch die Strassen - und mein Fahrer wollte weiter wegen der Zeit. Aber dann sind wir erst mal was essen gegangen in einem Restaurant mit schlechtem Essen aber super Ausblick. Leider halt alles hinter einer dicken Regenwand - aber trotz allem seeehr beeindruckend.
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Muss bei gutem Wetter echt super sein. Und dann sind wir einfach nur auf winzigen Strassen durch die Dörfer und Reisfelder im Hinterland gefahren und ich konnte mir ein gutes Bild machen wie Bali aussieht. Und natürlich habe ich auch viel über das Land und die Leute von meinem Führer erfahren. Da es ja nur wir beide waren haben wir die ganze Zeit geredet und nun bin ich auch Experte zum Thema Reisanbau. Zum Abschluss sind wir dann noch zu Balis "dont miss" super Attraktion gesehen - dem Tempel am Meer Thana Lot. Von den Führern und den Reiseprospekten war ich schon so richtig neugierig geworden - und wurde so richtig enttäuscht. Vielleicht hatte ich ja nur einen schlechten Tag, aber um zum Tempel zu gelangen muss man erst mal durch 500 Meter kleiner Marktstände Spiessrutenlaufen, und wenn man nicht irgend wann mal was kauft, dann hat man nie auch nur ein wenig ruhe. Ich habe mir dann Postkarten gekauft und mich von der netten Verkäuferin gleich mal wieder anfluchen lassen weil ich halt keine zehn Euro für einen Packen Postkarten zahlen den man auch für einen Euro bekommen kann. Ich finds halt unverschämt. Dann wollte ich zum Te mpel Museum das es gar nicht gibt - das Schild steht nur da um dich durch noch mehr Marksbuden zu scheuchen und auf die Sonnenuntergangsterasse - deswegen war ich eigentlich gekommen. Der Sonnenuntergang soll da ganz toll sein. Und auf dem ganzen Weg zur Terasse - so 500 Meter haben die neben de Weg Abfälle verbrannt die Gestunken haben wie offene BioMuelleimer im Hochsommer - ich wäre fast eingegangen. Und dann musste ich feststellen das auch das mit der Terrasse nur quasi stimmt. Die ganze Terrasse ist voller Restaurants, und wenn man nix kauft dann kann man auch nicht schauen gehen. Habe ich dann auch glatt gelassen. Und auch auf den Sonnenuntergang habe ich verzichtet. Es war eh bewölkt und da wäre vermutlich auch nicht viel zu sehen gewesen - und der Tempel um Wasser war auch nicht wirklich beeindruckend.
Dienstag: Was war heute los? Mal wieder eine ganze Menge! Mein Driver hat mich extra früh (für Urlaub) abgeholt damit wir noch schnell zur Post können bevor der Drachentanz losgeht zu dem ich wollte. So sind wir dann schon um acht aufgebrochen. Und man soll es ja nicht glauben, aber das Frühstück im Hotel ist gar nicht so schlecht wenn man zu einer Zeit kommt in der noch was vom Büffet da ist. Und dann ging’s ja auch schon zum Tanz. Ich wusste nicht so genau um was es geht, auch wenn im Führer ne ganze Menge dazu geschrieben ist (habe ich natürlich hinterher ers t gemerkt). Und so kam ich dann in eine Art Freilichttheater. In der Mitte war eine Bühne in deren Hintergrund ein Tempeleingang lag, links war eine kleine Empore für VIPs und rechts war eine 40 Köpfige Band am spielen. Allerdings musste ich mir von meinem Fahrer sagen lassen das sich die Mönche nicht gerne als Band bezeichnen lassen. Die haben überwiegen auf Xylofonen und Gongs mit Flöte gespielt und ich kann mir richtig gut vorstellen das man da in Trance fallen kann wenn man zu lange zuhört. Am Eingang hat man mir einen Flyer in die Hand gedruckt - leider auf Deutsch denn mein Fahrer hat mich angemeldet. Das deutsch war dann auch so schlecht das ich einiges gar nicht verstanden habe - aber im groben hat es sich um den Ablauf eines Theaterstückes gehandelt. Es ging um eine sehr religiöse Story über einen Prinzen, eine Hexe und den Barong (das ist der gute). Und es kam wie es kommen musste - die böse Stiefmutter will den Prinzen loswerden und übergibt ihn der Hexe - die verzaubert dann die Mutter und den "Minister?" damit diese den Prinzem im Wald an einen Baum binden. Da kommt dann der gute alte Ganesha vorbei, hat Mitleid und macht den Prinzen unsterblich. Das wiederum schlägt der Hexe bitter auf beim versuch den Prinz zu töten - deshalb ruft die gleich mal ziemlich sauer ihren Boss und die Goettin der Unterwelt erscheint um den Prinz als Opfer zu vernichten - aber haste gedacht - wer aufgepasst hat weiss noch das das nicht so einfach klappt. Nun kommt der Teil den ich nicht so ganz begriffen habe. Die Göttin der Unterwelt lässt den Prinzen frei (soweit noch OK) dann bittet sie ihn sie zu töten damit sie erlöst in den Himmel kommt ?Hae? also meuchelt der Prinz mal die Göttin. Nun ist wiederum die Hexe neidisch und will auch getötet und erlöst werden ?Hae,hae" aber der Prinz ist eingeschnappt und will nun nicht mehr - da wir die Hexe natürlich stinkig und verwandelt sich in einen wilden Eber. Den töten dummerweise die Leute im Dorf, am hat ja schliesslich Hunger. Aber was eine guter Böser ist der steht wie wir alle wissen ja immer noch mal auf diesmal als Vogelwesen. Da muss nun schon der Prinz ran und killt höchst selbst die Hexe. Aber in manchen guten Filmen steht der Böse ja noch ein drittes mal wieder auf - diesmal in Gestalt der Göttin der Unterwelt. Und nun kann auch der Prinz ihr nichts mehr anhaben. Deshalb verwandelt sich der Prinz in den Barong (wieso der das plötzlich kann ist unklar, ich vermute es liegt an den Räucherstäbchen die ihm Ganesha unter die Nase gehalten hat) - und jetzt der Clou - beide sind unsterblich und keiner Gewinnt. D eswegen gehen beide Heim bis man sich mal wieder auf eine gute Schlägerei trifft - und das ist halt gut und böse - keine kann ohne den anderen. Und das alles mit meditativer Musik und richtig guten Kostümen und Balinesischem Gebrüll und ein Affe kam auch noch vor. Ich fands halt einfach richtig toll - muss man gesehen haben. Ging so etwa eine Stunde, auch wenn es sich vielleicht nach mehr anhört. Und die Balisnesen nehmen das so ernst das immer ein echter Priester da ist um die Schauspieler vor den Göttern zu beschützen die sie spielen - man weiss ja nie.
Das war dann auch schon so ziemlich das Highlight des Tages. Ab nun ging’s auf die Touri Nepper und Schlepper Tour. Leider nicht wirklich zu umgehen wenn man nicht selber genau weiss wo man hin will. Und irgendwie ist es ja auch OK denn man weiss ja vorher schon was kommt. Wir haben uns also eine Silberwerkstatt angesehen und der Kerl dem der Laden gehört hat mir in doch ziemlich gutem Deutsch erklärt wie man Silberschmuck herstellt. Natürlich musste ich dann mindestens eine halbe Stunde durch den Laden und mir alles ansehen. Und natürlich habe ich auch was gekauft. Aber wenn man da nicht handelt dann wird man komplett und total ausgenommen. Ich habe die Sachen für 50% vom Preis bekommen und das war immer noch deutlich teurer als in den kleinen Läden der Umgebung. Man muss das dann als Museums Eintritt abschreiben. Immerhin wei ss ich nun wie man Silberschmuck macht. Und das gleiche dann noch mal für die Holzschnitzer. Was ich bei denen beeindruckend fand war, das die alles aus dem Gedächtnis schnitzen. Da gibt es nirgends Muster oder Zeichnungen. Das Handwerk muss für zehn Jahre gelernt werden bevor man in einer der Schnitzereien einen Job bekommen kann. Und natürlich habe ich auch das kleine ein mal eins der Holzsorten bekommen. Was ich da spannend fand ist, das viele der Hölzer gar nicht von Bali kommen sondern importiert werden. Wenn man dann also ein Andenken aus Bali kauft ist das nur die halbe Miete da ja das Holz von ganz wo anders stammt. Hier habe ich nur was ganz kleines gekauft und nach dem musste ich lange suchen. Ich kann gar nicht verstehen warum die nichts in handlicher Grösse für die Touristen haben. Ich meine Holz ist doch ziemlich schwer - und so einen Mahagoni Gott ins Handgepäck zu stopfen könnte für Ärger sorgen. Zu dem darf ich doch nach Australien eh nichts aus Holz bringen und auch andere Länder haben da so ihre Vorschriften wenn es um seltene und edle Hölzer geht. Davon wissen die im Laden aber nix, oder wollen nix wissen. Das einzige was mir dann so richtig gut gefallen hat war ein kleiner Balinesischer Kopf - der mit den Stacheligen Haaren und dem BuddaGrinsen. Aber der war aus Sandelholz. Das ist wohl unheimlich wertvoll und so wollten die 50 Euro dafür haben. Dafür kann man zwei Nächte in einem Hotel übernachten oder sich für einen Tag einen Wagen mit Fahrer Mieten - die drehen wohl am Rad? Da hab ich es dann grad aus Prinzip sein lassen
 Von hier aus ging es dann in die Berge da ich mir ja noch den zweiten Vulkan ansehen wollte der in meinem Führer so schön beschrieben war - und nach dem der erste ja so verregnet war und ich quasi nichts habe sehen können dachte ich mir wir hohlen das beim Zweiten einfach nach. Aber weit gefehlt. Zunächst haben wir einen Stopp an einer Balinesischen Café Produktion gemacht bei der es kostenlos vier Sorten Tee, Café und Cacao gab - und während ich mich genüsslich durch alle hindurchprobiere und die schöne Landschaft geniesse fängt es wieder an zu Regnen wie aus Eimern. Kommt uns das nicht bekannt vor? Ich habe meinen Fahrer gefragt ob das vielleicht an ihm liegt das jedesmal wenn wir an einem Restaurant mit Aussicht stoppen der Himmel runterfällt - er hat das weit von sich gewiesen. Wir sind dann aber trotzdem noch auf den Vulkan hoch und haben sogar ein Regen loch gefunden das gross genug war um wenigstens ein paar Reisfelder zu Fotog rafieren. Aber vom Vulkan habe ich gar nichts gesehen. Wir haben dann auf dem Gipfel noch mal gehalten und was gegessen in der Hoffnung das es wieder aufklart, aber das hat es leider nicht. So sind wir dann wieder z urück ins Flachland - und wie es halt immer so ist - kaum unten angekommen lacht schon wieder die Sonne. So konnte ich mir wenigstens das Balinesische Wohnhaus noch in aller Ruhe ansehen. Auch ziemlich lustig. Mein Driver hat einfach eine bekannte Familie bei der man für einen Euro einfach mal ne viertel Stunde durch das Haus laufen darf. Wobei man sagen muss das es hier so was wie Häuser traditionell kaum gibt. Nur die Küche und ein kleiner Schlafbereich für die jungen Leute war mit Wänden umgeben. Alles andere ist offen und nur mit einem Dach aus Stroh vor geradem Regen geschützt. Was ich auch spannend fand war der Haustempel - die Regel sagt das dieser eigentlich grösser und schöner und auch teurer als das Haus (der Wohnbereich) sein sollte und sogar ein bisschen höher gelegen. Schliesslich schlafen da ja die Götter, da kann man als Mensch nicht drüber stehen.  on dort sind wir dann noch zu einer Weberei und Batikerei gefahren und auch dort habe ich mir wieder erst erklären lassen wie es geht und dann eingekauft. Leider waren die Sachen alle nicht so richtig schön obwohl es einen riessen Auswahl gab. Ich konnte mich nicht wirklich entscheiden. Eigentlich wollte ich nur ein schönes Batik T-Shirt mit BALI drauf als Andenken, aber so was banales bekommt man da nicht. Zum Abschluss sind wir dann noch nach Sanur an den Strand. Eigentlich wollte ich noch zu einem BaliBBQ - aber das ist wegen zu geringer Touristenzahl ins Wasser gefallen. Vielleicht auch gut so, da kann ich nun doch noch mal zur Massage gehen.

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