Nu gugge
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Blick auf die Ober und die Habourbridge

Australien,

das Land was fast jeder nur von Erzählungen kennt. Unser Camper von KEAUnd ich mitten drin, wobei das eigentlich nicht stimmt. Brisbane liegt an der Ostküste, so etwa in der Mitte von Australien. Claudi war für die Vorbereitungen und die Logistik zuständig, und hat uns einen wunderbaren Camper für zwei Leute und sage und schreibe einer Liegefläche von 2*1,8 Meter besorgt. Ist immer noch ein wenig kurz, aber man kann die Füsse in den Mittelgang hinten heraushängen lassen, dann geht es auch für mich. Claudi beim Kochen im CamperWir haben uns also in die Geheimnis se des Wagens einweihen lassen, der ganz dekadent mit Dusch, Toilette, Klimaanlage, Kochstelle, Kühlschrank und anderen praktischen features ausgestattet ist. Und dann ging’s auch schon auf die Strasse - natürlich links. Ich muss zugeben, dass ich freiwillig gefahren bin, nur um zu vermeiden dauern die Nerven zu verlieren. Ihr kennt das vielleicht - der Wagen fährt ruhig durch die Weiten Strassen, die Landschaft zieht an einem vorüber und man döst langsam ein. Nur um beim aufwachen kurz dem Glauben zu verfallen man sitzt in einem Auto das auf der falschen Strassenseite fährt. Wir sind erst mal zum Supermarkt und haben uns mit reichlich Lebensmittel eingedeckt. Darunter auch viel Wasser und Obst. Für die langen Strassen noch zwei Bücher auf CD (englisch) und eine gute Strassenkarte. Ich bin auch gleich noch in einen Telefonladen und habe mir eine Prepaid Karte für die Australischen Netze gekauft, damit ich meine ganzen VISA Anrufe hier zu überschaubaren Kosten machen kann. Dann haben wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz gemacht, was sich als ziemlich schwierig herausstellte. Brisbanes bekannteste KircheDie Campingplätze in Australien sind meist gar nicht oder nur sehr schlecht ausgeschildert. Deswegen sind wir erst mal durch die halbe Stadt geirrt und haben etwa zwei Stunden gebraucht um einen Campingplatz zu finden der nur ein paar Kilometer von unserem Camperverleih weg war. Dafür haben wir Brisbane bei nacht gesehen. War auch nicht schlecht. Der Campingplatz war dann auch ganz gut und meine erste Nacht in einem Camper war gar nicht so schlecht. Am nächsten Tag sind wir nach Brisbane Downtown. Hier wollte ich in einem Internetcaffee meine VISA Bewerbung ausfüllen, denn das geht nur von innerhalb Australiens (So wurde mir auf jeden Fall von diversen Stellen glaubhaft versichert. Das dies nicht Stimmt passt nur wieder in mein Bild von Abteilungen die eigentlich unterstützen sollten). Das erste Problem war allerdings einen Parkplatz zu finden. Unser Camper ist 2,7 Meter hoch und passt damit eigentlich in kein Parkhaus. Und Parkplätze am Strassenrand gibt es so gut wie keine. Nach etwa einer Stunde suchen sind wir dann doch noch auf ein Parkhaus gestossen bei dem am Eingangsbereich zwei Stellplätze waren auf die auch höhere Autos passen. Was für ein Glück. Und direkt neben an ein Kaffee zum Frühstücken. Also nichts wie hinein und einen Fruchtsalat mit Joghurt bestellt. Rathaus von BrisbaneDie Australier sind beim Frühstück wohl so eine Mischung aus Amis und Engländer mit deutschem Einschlag - Es gibt Müsli, Rührei mit Speck und heisse Tomaten mit Toast und Würstchen. Eigentlich nicht schlecht solange man sich davon etwas heraussuchen kann und nicht alles auf einem Teller bekommt. Während ich versucht habe mein Telefon zum laufen zu bringen hat Claudia den Führer verschlungen und auch gleich das nächste Internetcaffee gefunden. Dort angekommen habe ich dann zwei Stunden ohne Erfolg versucht mein VISA zu starten. Ziemlich frustrierend, besonders wenn man selber im festen Glauben ist alles richtig gemacht zu haben. Irgend wann hatte ich dann die Nase voll. Meine Ansprechpartner waren alle nicht da und ich kam nicht weiter. Also sind wir ein Eis essen gegangen und haben im Reisebüro um die Ecke eine Schiffsreise um die Whitsundays gebucht. Dann sind wir noch in ein Business Center in dem ich einige Dokumente Scanen lies die ich für mein VISA brauche. Leider konnten die das aber nicht sofort machen. Also haben wir uns noch die TownHall und einiges anderes sehenswertes angesehen. Kurz vor sechs waren wir wieder im Business Center um die Scans zu hohlen. Die waren aber noch nicht fertig. Wir warten bis jemand unseren Camper aus der Tiefgarage befreitWir haben also noch ein wenig gewartet - hatten aber kein Glück. Man hat mir dann versichert mir die Daten per Mail zu senden. Auch OK. Wir also wieder zu unserem Camper. Nun hatte die Garage aber pünktlich um sechs Uhr zu gemacht, und unser Camper war da drin. Sch.... Wir also den Notdienst angerufen damit einer kommt um uns die Garage zu öffnen. Wir hatten ja all unsere Sachen da drin. Der hat uns dann erst mal eine Stunde versetzt und dann angerufen, dass er noch mal eine Stunde braucht. In der Zeit sind wir dann essen gegangen. Schliesslich kam der Sicherheitsmann dann und wir haben unseren Camper wiederbekommen. Die Strafe ist gar nicht so hoch ausgefallen wie gedacht, aber lustig war’s nicht. Also sind wir einfach wieder auf den Campingplatz in Brisbane gefahren. Immerhin wussten wir ja nun wo der war. Am nächsten morgen haben wir dann im Camper gefrühstückt, dass heisst wir haben es versucht. Dabei mussten wir feststellen, dass die Schrauben mit denen der Tisch befestigt werden muss alle durchdrehen und der Tisch nicht hält. Also haben wir auf unsere Schlafstädte im Chinesischen Stiel gegessen. Und dann ging’s aber los. Wir haben zunächst einen Abstecher zu den GlasMountains gemacht. Einen davon kann man auch besteigen. Wir also munter an dem Schild vorbei auf dem Stand "700m, steep" klang nach keiner Herausforderung. Was sind schon 700 Meter? Aber dann mussten wir feststellen, dass die Australier "steep" meinen wenn sie "steep" sagen. Die haben einfach eine Bettongtrasse direkt gerade aus den Berg hoch verlegt. Teilweise war der Weg so steil, das man mit den Schuhen gar keinen richtigen Halt mehr bekommen hat. Berg auf noch kein Problem, aber Bergab hat es Claudi doch ein paar mal fast gelegt. Da hatte ich wohl ein wenig mehr Glück mit meinen Schuhsolen.
Aussicht auf die Glasmountains
Der Trip war zur Eröffnung ganz lustig, aber leider war oben alles im Nebel und wir haben nicht sehr viel sehen können. Die GlasMountains sind stehengebliebene Vulkankegel, wie man sie in Deutschland auch gut kennt - also noch nichts so besonderes, und auch die Vegetation ist noch ziemlich Europäisch. Das ändert sich erst weiter im Norden oben. Nur so als kleiner Einwurf - hier läuft die Sonne von rechts nach links, und steht quasi im Norden am Höchsten. Deswegen ist nach Norden fahren eigentlich nach Süden fahren, denn man nährt sich wieder dem Äquator.

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