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Terra Australia Incognitas – das unbekannte Land im Süden! (Jedenfalls bisher für uns.)
Unseren letzten Urlaub hier während unserer verbleibenden Zeit in Malaysia haben wir uns für ein Highlight aufgespart: den Onkel Jürgen in Australien zu besuchen! Und so haben wir uns zwei Wochen lang Melbourne, die Great Ocean Road und Sydney angeschaut. Da es down under, also dort unten schon herbstet war uns anfänglich etwas kühl; bald hatten wir uns aber akklimatisiert und fanden das frische Wetter eine willkommene Abwechslung...wir haben sooo gut geschlafen...
Aber natürlich waren wir nicht zum Schlafen so weit gereist (ja, auch von Malaysia sind es immer noch mehr als 8 Stunden Flug), sondern die Aussies kennenzulernen und was von Aussie-Land zu sehen. Und so hat sich Jürgen dann auch voll in seine Rolle als Tourguide geschmissen und erprobte und auch weniger erprobte Touren mit uns gemacht (mit zwei kleinen Kindern muss man sein Programm manchmal etwas ... uhm...anpassen...).
Also sind wir gestartet: Zuerst ging es zu IKEA! Nein, im Ernst. Jürgen war nämlich dann doch nicht für Überfälle in Familiengrösse ausgestattet und musste Geschirr und Sitzmöglichkeiten aufstocken, tja und wie das mit IKEA eben so ist, irgendwas findet man immer noch und schwupps war unser Reservekoffer schon wieder gut gefüllt. In Penang gibt’s eben keinen IKEA...
Aber dann startete doch das originale und nicht markengeschützte Programm: Jürgens lokales Happening-Zentrum Aclund Street, Downtown Melbourne mit Aussichtsturm, kleinen Arkadengängen und dem Casino, Federation Square und der Melbourne Zoo. Der Strand und Pier bei Jürgen um die Ecke mit der Pinguinkolonie draussen, botanische Gärten und Viktoria Markets. Und natuerlich viele Stops in kleinen Cafés und Restaurants, Shopping und Bars. Auch zum Footy gehen gehörte laut Jürgen zum Pflichtprogramm, aber dieses Spiel jetzt erklären kann ich auch nicht (eines dieser Dinge die sich nur den Aussies offenbart), kurz gesagt es war spassig und echt mal was anderes! (siehe Jürgens Website für Näheres zum Aussie Rules Football). Auch Ostern haben wir gebührend mit Eiersuchen gefeiert und der Hauptpreis war in echter Aussie-Manier nicht etwa ein Hase sondern ein Schoko-Koala.
Wenn man Julian fragt was ihm gefallen habe an Australien, dann sagt er „Honey Dew“ (Honigmelone). Nach einigen Sekunden sprachlosen Starrens von Mutterseite (dieser gestoppte Blick wo man verzweifelt versucht Sinn zu finden in seiner Kinder Aussagen) springt mir Kira zur Seite: „Digeridoo!“ Ah so, ja. Wir haben an einem Stand in den Victoria Markets einige Digeridoos ausprobiert und ein freundlicher Aboriginee hat uns erklärt wie es geht. Trotzdem braucht man einige Übung für den richtigen Sound, sonst hört man sich an wie ein sterbender Elefant. Julian hat sich das mit dem Üben zu Herzen genommen und bei jedem Stand oder Laden der die Dinger verkauft (und das sind eine ganze Menge) wieder „geübt“. Unser schmerzendes Trommelfell heilt erst jetzt langsam wieder, aber es war natürlich jedesmal zur Freude der Verkäuferinnen, die ihn jedesmal auch noch ermutigt haben! Jürgen hat sich übrigens eines gekauft und will Unterricht nehmen. Good on you, mate!
Kira haben am besten die Koalas gefallen. Wir haben einen 3-Tages-Trip die Great Ocean Road entlang un ternommen und das war fantastisch, nicht nur weil es dort sehr schön ist, sondern weil sich Jürgen die drei Tage VOR dem Oster-Exodus aus Melbourne für uns freigenommen hat und wir so eine Art echten Familien-Mini-Urlaub mit ihm hatten, was dem Jürgen auch richtig gut tat. Und so haben wir die Küste, die Leuchttürme, die Shipwreck Coast, Eukalyptuswälder, den Treetop-Walk, die Twelve Apostles und viel Natur auf verschiedenen Spaziergängen gesehen. Nachdem wir auch schon hie und da Känguruhs in freier Wildbahn gesehen hatten, fuhren wir auch einem Tipp folgend durch einen bestimmten Eukalyptuswald – und da sassen sie dann auch, die Koalas, hoch oben in den Bäumen! Süsse pelzige Bärchen etwas kleiner als Julian, die sich streckten, umhersahen oder einfach schliefen. Mindestens acht haben wir entdeckt, und das nur entlang der Strasse! Aber das beste war, als auf einmal einer vor uns auf die Strasse lief, verharrte, und dann gemütlich zum nächsten Baum lief, ein Weilchen unten daran sitzen blieb (was ich bei dem begeistertem Kindergeschrei ganz schön locker fand) und dann hoppla mit seinen langen Krallen den glatten Baumstamm hoch kletterte und im Geäst verschwand. Wir waren nur etwa zwei Meter entfernt, und er war sooooooooo putzig!
Nach 10 Tagen Melbourne und Great Ocean Road sind wir dann nach Sydney geflogen und hatten dort noch drei schöne Tage. Da unser Hotel in der Innenstadt nahe am Hafen war, haben wir fast alles zu Fuss besuchen können, abgesehen von der Hafenrundfahrt mit dem Schiff (unter der Harbour Bridge durch und am Opernhaus vorbei) und zwei Runden Monorail fahren. Wir hatten strahlenden Sonnenschein und das Opernhaus hat toll in der Sonne geglitzert. Man hat schon gemerkt, dass Sydney die wirtschaftliche und gesellschaftliche Hauptstadt ist, mit riesigem Business-Viertel und den Leuten allen rausgeputzt und beschäftigt. Melbourne war viel entspannter und das Tempo irgendwie langsamer. Aber das ist nur ein Eindruck, wir waren schliesslich nicht lange da. Es hat uns auf jeden Fall dort auch gut gefallen, unsere Tage waren lang und ausgefüllt und ja, ich habe auch noch einen (kleinen) Opal gekauft...
Für die Kinder war das Beste an Sydney ein Bungee-Trampolin, in das sie eingegurtet wurden und so super weit hoch springen konnten. Die Kinder haben gequiekt vor Vergnuegen, in mir drin hat mein mütterlicher Beschützerinstinkt Alarm geschrien. Die Aussies meinten dazu nur „No worries, mate.“ Zum Glück meinen die das auch wenn sie es sagen. Die Aussies sind eh’ total easy-going, ganz lässig und freundlich. Sehr angenehm. Sie haben zwar einige skurrile Eigenheiten, wie das halt so ist wenn man auf einer Insel zu lange allein gelassen wird, wie zum Beispiel eine katastrophale bzw. nichtexistente Beschilderung jeglicher Art, aber sie machen das wieder wett indem sie einem hilfreich Auskunft geben wenn man sich voller Verzweiflung an sie wendet. Keine Sorge. No worries eben.
Wir haben also viel gesehen und gemacht, und dabei war es doch alles gemütlich, also spannend und entspannend gleichzeitig. Wie ein guter Urlaub eben sein sollte! Und jetzt sind die Kinder traurig dass wir den Onkel Jürgen verlassen mussten („...the best uncle EVER!“ Kira), aber im Juli sehen wir uns ja wieder. Bis dahin: „G’Day mate! See you soon. And many thanks!“
Ellie, Mike, Kira, Julian
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