Nu gugge
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Blick auf die Ober und die Habourbridge

Es begann alles natürlich schon vor der Abreise. Hilton Parkhaus am FlughafenHabe wie immer vergessen die Wäsche noch rechtzeitig zu waschen, die Blumen zu giessen und die Heizung abzustellen (besonders blöd in Kombination) – aber dafür einen Abholdienst in Person meines Kollegen Darren organisiert. Natürlich für viel zu früh am Morgen. So kam es, das wir Samstag in aller Frühe unterwegs zum Flughafen waren. Dort haben wir unser Auto dann erst mal im Hilton geparkt. Kein Witz, und die Preise für Autos sind so etwa die gleichen wie die für Menschen. Aber dafür hatten wir nicht weit zu laufen und waren auch überpünktlich da – hätte also doch noch weiter schlafen können. Nach einer halben Stunde sind dann auch die anderen Kollegen aufgetaucht – Chris und Lachlan – die auch schon auf der Test Snowboardtour im Psychohotel mit dabei waren. Und von da an nahm das Schicksal einige Wendungen.

Wir hatten natürlich alle unsere Snowboards mit dabei. Ich hatte Darren bestimmt drei mal gefragt ob es da Ärger mit den Taschen und dem Gewicht gibt – und habe drei mal ein deutliches „no“ vernommen – also habe ich fleissig alles in meinen Koffer gepackt – inklusive Kartenspiele, CDs, Jonglierbaelle etc was man halt so (oder auch bestimmt nicht) braucht. Ihr merkt schon, das die Kette der Ereignisse in eine bestimmte Richtung steuert. Natürlich haben die alle unsere Taschen gewogen und wir hatten so um die zwanzig Kilo zu viel an Bord. Das kostet bei Air New Zealand so um die 400$ extra – und das nur in eine Richtung. Wir also alles wieder vom Band genommen und uns in eine stille Ecke zum Umladen der Taschen verzogen. Man kann ja auch noch einiges ins Handgepäck stecken – und die Snowboard Schuhe sind zwar nicht super bequem, aber kommen an den Füssen natürlich kostenlos an Bord. Also alles ein mal auf alle umverteilt und gehofft, das keiner das Handgepäck nachwiegt. Ich hatte alleine in meinem Rucksack so um die zwölf Kilo – und fünf sind nur erlaubt. Ausserdem hatte plötzlich jeder zwei Stücke Handgepäck – ob das mal erlaubt ist? Wir also alles wieder aufs Band geladen und nachgewogen – und Hurra, wir haben es aufs Kilo genau getroffen. Nur hatten wir eine Tasche weniger als eigentlich da sein sollten ??? Da hat die nette Dame am Schalter doch einfach die Taschen der Reihe nach aufs Band und die hinterste ist ohne Zettel und so ab in die Tiefen des Flughafens. Macht aber nix, da senden wir doch einfach eine blaue Kiste mit einem Anhänger hinterher. Und dann kommt natürlich die Frage was man mit einer zwei Meter langen Snowboard Tasche macht die nicht mal in den Überlängentransporter passt? Einfach vorne dran legen – die wird dann extra mitgenommen. Soso.

Wir also ab in den Flieger und einen wunderbaren Flug genossen. Vor uns war eine Junge Familie mit fünf Kindern zwischen eins und zehn – und wir durften als Ersatzeltern herhalten und uns die Geschichte von Kapitän Bär etwa 2154 mal anhören – aber war ganz lustig – also Kapitän Bär wohnt in einem Haus, und das ist grün, aber auch auf einem Schiff, und heisst Kapitän Bär, und also auf dem Schiff ... Schnrrrrrrchhh

HA und dann sind wir auch schon über NZ geflogen und haben versucht zu unterscheiden was Schnee und was nur Schafe ist. Immerhin haben die auf ihr ca. 4Mio Einwohner so um die 60 Mio. Schafe. Also ca. 64 Mio Einwohner hihi – und ich habe auch gleich mal die Sticheleien zwischen den Aussis und den NZlern mitbekommen. Bei Kricket und Football unterstützen die NZler immer nur zwei Teams – NZ und jedes Team das gegen Australien spielt. Kann man sich sogar als Spruch auf einem T-Shirt kaufen – direkt neben dem Spruch „My Drinking club has a Football Problem. Der Pilot hat dann extra ein paar kurven geflogen damit die Leute auf beiden Seiten vom Flieger was von der Landschaft sehen und einem Passagier ist davon schlecht geworden. So nach ca. Vier Stunden sind wir dann gelandet und haben erst mal die Uhren auf lokale Zeit angepasst (+2 Stunden) und uns klitsch nass geschwitzt in unseren Snowboard Klamotten zum Mietwagenschalter bewegt. Man muss in NZ Geld umtauschen – was nur einleuchtet wenn man bedenkt das NZ ja nicht zu Australien gehöret. Die Währung ist aber trotzdem der Dollar – halt der NZ Dollar – und der verhält sich genau umgekehrt zum AU Dollar, was heisst, das in NZ der zwei Dollar grosser ist als der ein Dollar. Aber wer kein Geld hat braucht sich da ja wenig Sorgen zu machen.

Wir haben also unser zwei Autos in Empfang genommen. Nun kann man sich natürlich die Frage stellen wieso die Dekadenten Aussi Touristen nicht zu viert in ein Auto passen – war mir selber auch nicht klar – kommt aber noch. Also alles Gepäck in die Autos geworfen (Ein 4WD Mitsubishi und ein Camri) und – halt – natürlich nicht alles Gepäck, denn die Tasche ohne Anhänger hat’s natürlich nicht Geschafft. Darren war also Kofferlos und ziemlich sauer. Deshalb habe ich ihn erst mal fahren lassen und mich in die NZ Karte vertieft. Für einen erfahrenen Australienreisenden mit unheimlich viel Erfahrung in Navigation war ich natürlich auch mit Abstand der qualifizierteste aus dem Kaff Christchurche (300.000 Leute) die einzige Strasse nach Süden zu finden. Muss aber zu meiner Ehrenrettung sagen – es gab zwei Abzweigungen die als Feldwegen in die Berge gingen – und ich habe uns tapfer daran vorbeinavigiert.

Fahren in NZ ist nicht lustig. Das ist etwa so wie wenn man von München nach Rom will und einfach mal alle Tunnel zu macht. Auf der Karte sind es ca. 200km bis nach Queenstown, aber auf dem Tacho sind es dann ca. 450km und das auf kleinen, kurvigen Strassen mitten durch die Hügel und Berge. Also braucht man ca. Acht Stunden. Damit war der Tag natürlich gelaufen und wir sind ziemlich direkt in unser Hotel. Und das kann ich wirklich weiterempfehlen. Wir hatten zwei riesige Schlafzimmer mit insgesamt vier Doppelbetten, zwei grosse Bäder und ein gemütliches Wohnzimmer mit Küche. Habe mich gleich wohl gefühlt.
Auf dem Dach der Welt? The Remarkebles

Tag 1
wir sind gleich am nächsten Tag auf in die Berge zum snowboarden, und das Wetter war super. Der Berg heisst „the remarkables“ und ist nur etwa eine halbe Stunde entfernt. Da es in NZ nur ziemlich wenig Schweizer gibt haben die das mit der Auffahrt auf die Berge etwas anders gelöst als einfach eine Gondel zu bauen. Es gibt eine Dreckstrasse die sich in Schlangenlinien den Berg hoch windet und von Seelevel bis 1200 Meter ohne Leitplanken nach oben geht. Hier wurde mir zum erstem mal ansatzweise klar warum wir alle im 4WD unterwegs sind und warum wir die Karre überhaupt haben. Oben angekommen habe ich ja schon fast wieder lachen müssen. Also wenn NZ das beste ist was die Südliche Welt an Skigebieten hat, dann halte ich den Schwarzwald ab jetzt wirklich in Ehren. Es gibt genau drei Lifte auf dem Berg, und alle sind so alt, dass man in einer Woche Skifahren den ganzen Faust im Lift lesen könnte. Leider war auch ziemlich wenig Schnee da, so dass wir auf weissen Teppichen durch die braunen Berge gefahren sind. Aber es hat Spass gemacht und mittags sind wir dann auch auf den Aussichtspunkt hochgeklettert um uns das Panorama der wunderbaren Berge anzusehen.
Panorama Remarkebles
Zwei Kollegen sind dann wieder runter gelaufen, denn die Abfahrt war ihnen dann doch zu steil. Hier haben wir auch mit einer Tradition begonnen, die sich bestimmt noch in tausenden von Jahren aufrecht erhalten wird – Mittagessen ist Meatpie und eine Cola. Hört sich nach wenig an – aber versucht erst mal eine MeatpieStandart Essen - Meatpie mit Cola zu essen ohne hinterher den Inhalt von den Schuhen kratzen zu müssen – und eine Mahlzeit ist es alle mal. Am Abend haben wir uns dann in die Innenstadt bewegt die vom Hotel locker in fünf Minuten zu fuss zu erreichen ist – und in die Stadt geht’s Berg ab. Dort sind wir dann in einer wunderbaren Pizzeria gelandet „Winnies“ und habens uns gut gehen lassen und den lokalen Mädels hinterhergeschaut – waren aber eigentlich keine da weswegen wir dann noch eher gegessen haben. Dann sind wir noch ein ein Irish Pup und haben Kricket geschaut. Ihr merkt schon – das Spiel verfolgt mich. Aber wir sind ja schon im dritten Match – was auch wieder fünf Tage geht. Und es war hoch spannend. Ich hatte keine Ahnung warum, aber alle waren mit den Nerven völlig blank. Ich habe vorsichtshalber immer gewartet wann die Mehrheit schreit bevor ich eingestimmt habe. Und England hat gewonnen – mit 3 runns. What ever.
The Remarkebles - Impressionen

Tag 2
cardrona
Wieder wunderbare Wetter und diesmal auf dem Weg nach „Kurt Reinaar“. Soll viel besser sein als die Remarkables. Ist aber fast eine dreiviertel Stunde fahrt in die Berge und auch diesmal wieder über eine unglaubliche Dreckstrasse. Der Parkplatz ist ein wenig unterhalb der Lift - macht aber nix, denn es gibt ja einen Shuttle – und so was habt ihr noch nicht gesehen. Es ist ein kleiner Transporter mit einem Anhänger, der wie ein Viehtransporter fuer SnowboarderViehanhänger ausshiet. Da können die Wintersportler hinten auf die Ladefläche stehen und sich an einer Reling festhalten – und nach einem „hold on thight“ geht’s dann ab zum Lift. Oben angekommen habe ich dann bemerkt, das der Berg „Cardrona“ heisst – scheint auf englisch ziemlich schDas A-Teamwierig auszusprechen. Wollte ja schon wieder richtig abfällig werden und lästern, dass es hier nur zwei Lifte gibt – aber hey – einer ist wirklich modern und schnell – und es gibt einen super SnowBoard Park. Ich liebe diesen Hügel Im Snowboard Park haben wir dann auch die Rails kennengelernt. Das sind Geländer die jemaCool Man!nd zu tief im Schnee vergraben hat. Ich habe mich nie getraut darüber zu gleiten, aber hier gabs ein paar echte Anfänger Rails. Wir also alle versucht ueber die Rails zu fahren – Katastrophe. Ich habe versucht kleine Filmen zu machen für Stefan Raab oder wer immer dafür Geld zahlt andere Leute richtig übel auf die Schnauze fallen zu sehen. Chris ist zum Beispiel ganz gut über die Rail – Vollprofi, alles Gewicht nach hinten – und als die Rail zu ende war fast einen kompletten Rückwärtssalto gedreht. Ich bin gleich mal Seitlich runter und mit dem Hintern die restlich Rail entlang. Darren hat aus Angst das Brett vor der Rail quergestellt und ist quasi auf dem Bauch darüber gerutscht. Aller Anfang ist halt schwer. So waren wir am Abend alle ziemlich angeschlagen und plötzlich merkt man wie steil der blöde Berg ist auf dem das Hotel steht.

Tag 3
Queenstown im Nebel(Dienstag für alle die mitzählen) Waren wir immer noch angeschlagen und der Nebel über der Stadt hat uns dazu bewogen einen freien Tag zu nehmen. Wir sind also durch die Innenstadt – Queenstown hat so um die 30.000 Einwohner – also ist die Innenstadt ziemlich überschaubar. Lachlan und ich im LiftUnd zum Mittagessen mit der kleinen Gondel auf den Berg hinauf. Oben auf dem Berg ist ein Restaurant was gute Burger macht und auch eine kleine Sommerrodelbahn. Konnte nicht Wiederstehen und bin mit Lachlan im Nebel um die Wette gerodelt. War ein riessen Spass, besonders weil die NZ’ler das mit der Sicherheit nicht so genau nehmen. Anscheinend ist die Gesetzgebung in Rodelbahn auf dem Berg - echt spassigNZ ziemlich stark auf Seiten der Veranstalter, so das man nicht sein Leben per Unterschrift übereignen muss – das hat man quasi schon mit betreten des Landes getan. Deshalb haben die kleinen Bobs auch echte Lenksysteme und die Bahn keine echten Leitplanken – es hat uns einige male im Nebel ziemlich über die Wiese geschoben. Für den Mittag haben wir dann einen der absoluten Höhepunkte der Reise eingeplant. „Canyon Swing“. Unbedingt zu empfehlen. Besser als BungeeJumpinDrei Mann im Kiwig. Die Canyon Swing ist eine Schaukel die an 200 Meter langen Stahlseilen über einem Canyon schaukelt. Ist ja so noch nicht unbedingt spannend – aber wenn der Start der Schaukel so etwa 90 Grad zum Tiefpunkt ist dann bedeutet das erst mal 60 Meter freier Fall Richtung Canyon Boden und dann Schaukeln mit 150km/h. Das Motto der Schaukel ist „even my shit was scared“ und die verschiedenen Sprungtechniken werden in Unterhosen bewertet. Wir haben Die Canyon Swinguns dann jeder für zwei bis drei Sprünge eingetragen und uns zur Schaukel begeben. Hab ich schon erwähnt das ich bisher noch nie von irgendwo ins nix gesprungen bin? Fragt mich der junge Kerl vom Schaukel Team ob ich lieber Rückwärts oder mit dem Kopf nach unten springen will – verschaukelt der mich? Habe also erst mal alle Kollegen ihren ersten Sprung machen lasse. Man muss ja sichergehen das die Seile auch halten. Ich bin dann todesmutig (aus meiner Sicht –alle anderen haben nur jemanden mit weichen Knien gesehen) Lachlan beim Rueckwaertssaltoauf die Schaukel und habe mich in die Seile einhängen lassen. Und dann bin ich höchst selbst von der Plattform in die tiefe gesprungen. War einfach toll, die ersten zehn Meter, ziemlich gut für die nächsten zehn, dann ein wenig mulmig in angst übergehend mit leichtem Anflug von Panik – habe versucht das Seil wieder nach oben zu klettern (geht aber nix) und war dann verdammt froh als ich gemerkt habe das ich sicher am Schaukeln bin. Und dann hat’s mir wieder super gefallen. Und wenn man dem Schweinehund schon mal ins Gesicht gelacht hat – dann muss man weitermachen, und zwar richtig. Ich also das nächste mal gleich Kopf über aufgeklinkt und mir den die Canyonwände von unten angesehen – wirklich creepe. Die Kollegen haben gleich von Anfang an komplizierte Sprünge gewählt – Rückwärts mit Salto etc. Aber ich war der einzige mit drei Sprüngen. Habe ja gewusst, das ich einen zum Auftauen brauche. Und dann kam das Schaukelteam und hat mich gefragt, ob der grazy german mal einen Sprung versuchen möchte der nicht in den Unterlagen angeboten wird. Wer könnte da schon Nein sagen? Also habe ich mich für den Sprung „Bin Laden“ eintragen lassen und ziemlich nervös auf die Sprungplattform gepilgert.
Bin Laden - Even my shit was scared
Und glaubt mir – das war der beste Sprung aller Zeiten. Bei so was wird man zum Adrenalin Junki – oder schwört für immer ab. Haben mir die Schaukelfritzen doch tatsachlich einen grossen Plastikeimer über den Oberkörper gestülpt und an der Schaukel fest gemacht, so das ich nix sehen konnte ausser meinen Füssen. Und dann Rückwärts über die Bande springen – ohne Worte. Und warum heisst der Sprung Bin Laden – Wortspiel – Bin heisst Eimer, und die Schaukelentertainer haben auf den Eimer ein Gesicht mit Bart gemalt. Die Bilder sind auf der Homepage – absolut lustig.

Tag 4
das Wetter wieder wunderbar, sind wir nach Coronet Peak. Es gab ein paar Diskussionen ob man da wirklich hin muss ( Der Berg wird auch zärtlich Concreat Park genannt, also BetonBerg), aber Lachlan und ich hatten Pläne für den Nachmittag.
Panorama Coronet Peak
Wir wollten uns für TandemGleitschirmFliegen anmelden. Der Berg ist der grösste Skiberg in der Gegend und hat so ca. Vier Lifte – super, was? Aber da es am Dienstag geschneit hat war der Schnee aller erste Sahne. Ich bin dann auch gleich mit Chris und Darren in den Tiefschnee um den Jungs mal die Königsdisziplin nahe zu bringen. Und wir hatten viel Spass. Es gab einige spektakuläre Stürze, aber im weichen Pulverschnee sind alle locker flockig wieder aufgestanden. Da Pulvern ziemlich anstrengend ist waren wir mittags alle ziemlich am Ende, und so sind Chris und Darren auch mit zum Gleitschirmen.
 Es war wunderbar. Wir sind mit dem Skilift auf den Berg, und dann zur Spitze gelaufen. Strahlender Sonnenschein und ein wunderbares Panorama. Und so sind wir dann einer nach dem anderen lässig in den Der Sonne entgegenNachmittag hineingesegelt und haben und NZ von oben angesehen.Lachi und seine Pilotin Der Höhenunterschied ist ca. 1200 Meter und man ist doch um die vierzig Minuten unterwegs. Am Schluss gabs dann noch einige Wilde Drehungen von denen man gar nicht glaubt das ein leichter Stoff Schirm überhaupt dazu in der Lage ist – und eine saubere Landung auf der Wiese. Bei Lachlan sah das alles ziemlich komisch aus, denn die Frau mit der er geflogen ist war etwa nur halb so gross wie er. Deshalb musst er beim Start das ganze laufen übernehmen, denn die kleine Piloten hatte schon lange keinen Boden mehr unter den Füssen bis Lachi ins Segeln kam – und bei der Landung das gleiche Spiel – Lachi war quasi das Fahrgestell. Abend sind wir dann ins lokale Kino und haben uns „The Island“ angesehen – ist doch ziemlich passend – und die Fluggesellschaft hat endlich Darrens Tasche gefunden und ins Hotel gebracht.
Luftakrobaten Me - Chris - Darren und Piloten

Tag 5
Noch ein Aeh-gypter
Schlechtes Wetter, Schneefall und Sturm. Wir trotzdem wieder auf nach Cardrona – da hat es uns einfach am besten gefallen. Und nun war auch klar für was man unbedingt ein Allrad Fahrzeug haben muss. Für alle andBoarden wie ein Egyptereren Autos wird der Berg einfach nur gesperrt. Wer also kein Allrad und Ketten hat, der kann nicht nach oben – und die Strasse ist wirklich gefährlich so mit nassem Schlamm am Abgrund. Hat mich an Geschichten von Busfahrten in Peru erinnert. Der Schnee war wieder super und wir sind wieder über die Rails gesurft. Schon deutlich besser, was dann auch zu deutlich besseren Stürzen geführt hat. Aber wir hatten ja alle unser Schützer an, und so ist es bei blauen Schienbeinen geblieben. Es haben auch die NZ Open im Borderpark stattgefunden. Schade eigentlich, denn bei dem Nebel hat man so gut wie nix gesehen, aber es war trotzdem beeindruckende der Weltelite beim Boarden zuzusehen.

Tag 6
deutlich besseres Wetter – wieder nach Cardrona. Inzwischen hatten wir unseren Muskelkater überwunden und sind auch deutlich besser auf dem Board unterwegs gewesen als am Anfang der Woche. Es gab ein paar wunderbare Pulverhänge – und ich habe es geschafft die ganze Mannschaft abhängig zu mache. Wir sind bis zur letzten Sekunde Gefahren und Chris ist sogar noch mal zu Fuss den Berg hoch um den Pulver zu geniessen.

Tag 7
Leider nicht ichChris der Powder Profi vor dem Start
Unterwegs nach „Franz Josef“. Chris, Darren und Ich sind am Morgen noch mal nach Cardrona hoch um die NZ open in der Halfpipe anzusehen – wirklich super was man mit einem Snowboard in so einer Eisrinne alles machen kann. Die Sprünge waren so richtig Halsbrecherisch und ich habe an meinen Physikkenntnissen gezweifelt - denn einiges sollte eigentlich gar nicht machbar sein. Ein wenig frustrierend, das das Teilnehmerfeld zwischen 13 – und das ist kein Witz dreizehn Jahren und ca. 22 Jahren lag. Da musste ich mich dann Fragen lassen welches der Kinder denn meines ist. Schneeketten auf alle 4 RaederLag vermutlich daran, das nur etwa zwanzig Zuschauer da waren. Alle anderen haben es nicht den Berg hoch geschafft, da im Tal völlig Suppe war und sich ein Unfall auf der Zufahrtsstrasse ereignet hatte. Da konnte man dann erst auf den Berg, wenn man auf allen vier Rädern Ketten hat und mit einiger Verzögerung. Wir hatten natürlich nicht die leiseste Ahnung wie die Ketten funktionieren die bei uns im Kofferraum lagen (haben wir sJet Boaten - der Canyonwahnsinnchlauer Weise gleich mit gemietet - Darren war ja schon mal in NZ und wusste auf was wir uns einlassen) So sind wir eine ganze Weile durch den Schlamm gerobbt bis es endlich weiter gehen konnte. Auf dem Weg nach unten war das Wetter dann wieder gut, so das wir die Ketten oben auf dem Parkplatz entfernt haben. Da wussten wir ja dann auch wie es geht. Lachlan ist im Ort zum Jet Boot fahren und war völlig begeistert. Anscheinend fahren die wie die Wahnsinnigen durch Mein BH ist nicht dabei :-)die Schluchten und an den Canyonwaenden entlang. Er ist gleich noch ein zweites mal mitgefahren - und kann auf jeden Fall ein paar Handschuhe empfehlen und eine Muetze, sonst bekommt man den Brainfreez.Kann man also bestimmt auch empfehlen. Auf dem Weg nach Franz Josef sind wir nachmittags dann an einem Zaun vorbei gekommen an dem Lauter BHs hängen – einige davon sogar mit kleinen Sprüchen versehen. Wir haben eine Weile gewartet, aber es kam niemand vorbei der spontan seinen BH ausgezogen hat . In Franz Josef haben wir uns in einem kleinen Motel eingemietet was ganz in Ordnung war, mal davon abgesehen das man durch die dünnen Wände einige Kollegen die ganze Nacht hat Bäume fällen hören.

Tag 8
Der Mann aus dem Kriechtunnel
Franz Josef, benannt nach dem Gletscher der sich von den 3000 Meter hohen Berg ins Tal windet. Nasse Schuhe schon vor dem AbmarschHier haben wir uns wieder getrennt. Das sportliche Team Chris und Darren hat sich früh morgens auf zur Gletscherwanderung gemacht – während das dekadente Team Lachlan und ich uns für die Hlikopterwanderung entschieden haben. Der grosse unterschied ist, das Team 1 versucht einen ganzen Tag im unteren Teil des Gletschers herumzuwandern und Team zwei mit dem Heli gleich oben ins Eisfeld fliegt um dort einen halben Tag zu wandern. Es war wunderbar. Zunächst hat man uns Schuhe und Steigeisen sowie Wollsocken in die Hand gedrückt. Meine Schuhe waren vollkommen nass – aber die nette Dame hat mir versichert, das auf dem Gletscher eh alles nass ist und ich mich mal nicht so anstellen soll. Na dann mal los. Der Heli Flug war wirklich gut, und wir haben uns ein mal den ganzen Gletscher ansehen können bevor wir zur Wanderung gelandet sind. Heli - mit dicken ami MaedelsEs war so eng in dem Heli – vermutlich wegen Lachlan und mir – oder den zwei dicken, amerikanischen Mädels zwischen uns – das ich beim öffnen der Tür seitlich aus dem Heli gefallen bin. Zum Glück war der Heli so laut, dass ich das Gelächter der restlich Gruppe nicht gehöret habe und bis auf ein paar Abschürfungen ist auch nix passiert – aber ich will verdammt sein wenn alle meine Heli Flüge mit dicken amerikanischen Frauen zusammenhängen (war ja schon so in Uluru).Die Jacke komplett offen
Wir haben uns dann mit einer Eishacke bewaffnet und sind in aller Ruhe durch den Unberührten Neuschnee auf dem Gletscher gewandert. Ich habe nicht gewusst, das man so tief in die Eisspalten gehen kann und sogar durch Eistunnel die von kleinen Flüssen ins Eis geschnitten wurden. Nach dem dann die Sonne noch hinter den Wolken hervorkam war das Bild perfekt. Unbedingt hingehen und mache – wirklich ein einmaliges Erlebnis. Und wir sind auch gut wieder zurück gekommen. Lachi hat sich auf den Steilen Rutschpartien ein wenig die Haut abscheuert –aber das lag überwiegend daran, dass wir im T-Shirt über den Gletscher sind weil die Sonne so heiss war.
Gletscher Impressionen

Anschliessend sind wir dann in den Sonnenuntergang hinein nach Chrischurch gefahren und in einem kleinen Hotel am Strassenrand übernachtet.

Tag 9NZChris
Chrischurch und Abflug zurück nach Melbourne.
Wir – Lachlan und ich – sind am morgen nach Chrischurch gefahren um uns noch ein wenig die Innenstadt anzusehen. War sehr nett – ein wenig alt Englisch mit vielen Statuen, Brunnen und einem Frühstücksrestaurant in der Kirche – mussten wir natürlich gleich mach. Wo bekommt man schon ein heiliges Frühstück?

Und dann ging’s auch schon wieder zum Flughafen und ab nach Hause – wieder mit voller Snowboard Klamotte im Flieger, aber diesmal mit allen Taschen. In NZ muss man übrigens beim Einchecken in den Flieger Bar 25 Dollar zahlen da die Flughafengebühr nicht im Ticketpreis ist – und das ist immer so. Also wenn ihr mal dort seit – nicht alles Geld für Duty Free verballern.

Ich hoffe ihr könnt euch ein nun ein wenig ein Bild von NZ machen mit seinen weiten Tälern, den Bergen die direkt aus den Seen zu kommen scheinen, den wenige Leuten die dort leben und dem weiten Land mit den kleinen, kurvigen Strassen. Wir waren nur auf der Südinsel unterwegs, und haben auch da nur so etwa den Mittelpart gesehen. Ich habe keinen Kiwis getroffen, ausser denen auf zwei Beinen (Man nennt die Einwohner von NZ die Kiwis) und auch keine Orks und Elfen aus Mittelerde – obwohl ich die Augen offen gehalten habe, und des Dutzende Lord of the Rings Läden und Touren gibt.

Die Nationalparks müssen ganz toll zum wandern sein, und wenn ich Zeit habe gehe ich bestimmt noch mal nach NZ. Das Leben ist dort übrigens vergleichsweise günstig. Alles kostet so ziemlich wie in den guten alten DM Zeiten, also quasi halber Preis wenn man in Euro bezahlt wird.

 

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