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Hallo zusammen,
nun bin ich schon zwei Wochen unterwegs und liege so gut wie am Strand von Airly Beach. Der Stress der vergangenen Wochen ist ein wenig abgefallen und ich fange an mich hier so richtig wohl zu fühlen. Die Australier machen es einem da sehr einfach. Aber angefangen hat ja alles mit meiner absolut durchgeplanten Abreise aus Deutschland - an einem Donnerstag an dem ich abends fliegen wollte, aber bis um drei Uhr Mittags noch gar kein Ticket hatte. Natürlich musste ich den Flug von Singapore nach Penang und zurück selber buchen, denn Bosch schickt mich direkt nach Australien. Penang liegt da leider nicht auf dem Weg. So hatte ich dann ein Ticket für Samstags abend nach Penang, nur um im Zug feststellen zu dürfen, dass ich ja schon am Freitag in Singapore ankomme? Könnte man meinen ich habe da wieder schlecht geplant - aber wie schon so oft auf meinen Reisen musste ich feststellen, dass Bosch mir die falschen Reiseunterlagen gegeben hat auf denen ich erst am Samstag in Singapore ankomme.
Also ab zum Flughafen und versuchen ein elektronisches Ticket, das ich um zwei Uhr erst bei flug.de gebucht hatte, umzubuchen. Zu all dem hatte ich mich am Flughafen noch mit meinem alten Studienfreund Bert und dessen Freundin verabredet so dass ich mir nicht sicher war wie und ob das alles kl appen kann. Die beiden haben mich dann auch am Zug abgeholt und ich bin dann mit den beiden im Schlepptau erst mal mein Ticket für die Reise nach Australien hohlen gegangen um anschliessend zum Singapore Airlines Schalter zu gehen und mein Ticket nach Penang umzutauschen. Die waren auch recht freundlich und ich war ja schon mal zufrieden das man meinen Namen kannte, denn ich stand ja nur mit einem Stück Papier da, dass ich mir mittags ausgedruckt hatte. Die Freundliche Dame war dann auch bereit meinen Flug umzubuchen, es waren noch Plätze im Freitagsflieger frei, und nach ein wenig Flirten hat sie mir ganz ausnahmsweise auch noch die Umbuchungsgebühren erlassen. Die Stunden bis zum Abflug haben ich dann sehr nett mit Bert und Yvonne verbracht. Diese hatten mir dann auch noch eine gute Nachricht zu überbringen, aber ich will hier nichts verraten - man weis ja nie wer schon was von was weis, und bestimmt denken nun alle von euch was falsches, aber egal. Ich war im Flieger, leider eine Quantas Maschine (kann ich nicht wirklich empfehlen) , und auf dem Weg nach Singapore.
Da ich natürlich viel zu viel Zeug mit mir herumschleppe, für fünf Wochen Urlaub, Mitbringsel, Arbeitsklamotten, Rechner und was sonst noch alles, musste ich meine Jacken und die langen Sachen anziehen. Das ist ja im Flieger auch nichts dummes. Blöd wird’s erst wenn man bei dreissig Grad aus der Maschine aussteigt. Noch blöder wird’s wenn man merkst, dass nur dreissig Minuten zum Umsteigen da sind - und der Terminal gewechselt werden muss. Ich also joggend in voller Montur durch den Singapore Airport. Fast einige kleine Asiaten niedergerannt, aber rechtzeitig noch in die andere Maschine gekommen. Mein Gepäck auch? Ihr könnt euch vielleicht vorstellen wie mir der Schweiss auf der Stirn stand.
Und so segelte ich über den Abendhimmel nach Penang, einer kleinen Insel im Norden von Malaysia. Der Abendhimmel war wunderbar und man konnte die Schiffe an der Küste von Malaysia entlangfahren sehen. Ich war ziemlich fix und alle als ich bei meiner Schwester vor der Tür ankam und mir auf den letzten Meter noch schnell den Knöchel vertreten musste. Um so herzlicher war dann der Empfang. Man hatte mich auch erst am Samstag erwartet, da ich ja alles auf Basis der falschen Flugunterlagen weitergegeben hatte machte aber nichts. Ich habe ein kaltes Bett bei meinem kleinen Neffen im Zimmer bekommen und bin erschöpft weggeschlafen. Malaysia waren vier super schöne Tage. Meine kleine Nichte Kira und ihr Bruder Julian sind zwei ganz goldige. Wir haben das volle Programm gemacht. Herumhängen am Pool, Indisch Essen gehen, Einkaufen auf dem WetMarket, IceBlendet Coffee bei Gurneys trinken, Shoppen (Natürlich auch Tonnen von DVDs). Und dann natürlich die Specials. Kira hatte an einem Tag einen kleinen Schwimmwettkampf an der Schule. Alle niedrigen Klassen waren vertreten, und es gab auch Helfer die ins Wasser gingen um die kleinen über Wasser zu halten wenn diese am Untergehen waren. Es war super lustig. Anschliessend gab es eine spezielle Veranstaltung bei der die Kindergartenkinder den Eltern ihre Arbeiten der letzten Monate zeigen sollten. Bin ich natürlich auch mit hin und habe mir mal angesehen was Kira so alles malt und bastelt in ihrer Kindergruppe. Ich war sehr überrascht zu sehen, dass sie sogar schon einige Worte schreiben kann und auch das Rechnen mit den Zahlen von eins bis zehn ein wenig beherrscht. An einem Mittag war dann PlayGroup bei Elli, das heisst, dass alle Mütter mit ihren Kids zu uns gekommen sind. Wir haben die ganze Sache unten am Pool veranstaltet. Es waren überwiegend deutsche Mütter, und die Kinder waren alle so zwischen zwei und acht. Und Onkel Jürgen natürlich als Badeaufsicht, Sprunginsel, Wasserspeier etc. gut zu gebrauchen :-) Es gäbe noch viel zu berichten, aber für mich war am wichtigsten, dass ich total abschalten konnte und mich voll auf die Kinder und meine Schwester mit Mann Mike zu konzentrieren.
So ging es dann am Mittwoch doch ein wenig wehmütig weiter nach Singapore um dort Claudia aus WenigMuenchen zu treffen. Mit der habe ich den Part Australien geplant. In Singapore angekommen war Claudi noch auf Stadtrundfahrt. Ich bin erst mal nach Chinatown und habe mich zum Abendessen in little India mit einem Arbeitskollegen von Bosch, dem Oli, verabredet. Keiner kennt sich so gut mit Indisch Essen in Singapore aus wir er. Dann bin ich zu Fuss über diverse Sehenswuerdigkeiten hinweg zum SuntecTower gelaufen um mir die Fountain of Wealth mal in Betrieb anzusehen. Das ist die grösste Wasser- Fontaine der Welt. Aber ich habe noch keinen finden Können der das Ding je in Aktion gesehen hat. Und so war auch diesmal nichts. Mit Claudi und Oli habe ich mich dann bei Mustaffas getroffen, einem riesigen Shopping Center das 24h an 7 Tagen in der Woche offen hat. Und wir waren richtig gut Indisch essen. Dann wieder zum Airport und weiter nach Australien. Für mich immer noch mit der Frage, ob man mich überhaupt einreisen lässt. Das mit meinem VISA war nämlich noch nicht geklärt. Aber darüber kann man ein eigenes kleines Buch schreiben. Es hat auf jeden Fall alles geklappt und so stand ich am Donnerstag morgen bei Sonnenschein mit Claudi in Brisbane.
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