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Die Oper von Sydney vor der Haborbridge

Urlaubstripp Brisbane - Cairns - Cape Tribulation 20.04 - 29.04

Also los ging’s ja schon Freitag abend mit dem Flug nach Brisbane. Den hatten wir extra auf früh gelegt denn es war Christines Geburtstag und wir wollten noch ein wenig feiern. Das ging alles nicht so ganz reibungslos. Erst bin ich ziemlich spät zum Flughafen gekommen und hatte Glück das ich noch den Flug bekommen hatte und dann habe ich Brisbane um genau 5 Minuten den Zug in die Stadt verpasst der leider nur alle 40 Minuten fährt. Während ich dann da sass und auf den Zug gewartet habe gingen mir meine iPod Kopfhörer kaputt und dann hielt auch noch der Zug auf halber Strecke an wegen Bombendrohung am Zentralbahnhof. So kam ich etwa zwei Stunden später in unserem schönen Hostel TinBilly an. Das Zimmer war super schön mit gutem Bad - mehr wie ein Hotel als ein Backpacker. Trotzdem sind wir dann noch durch die Stadt gelaufen und haben uns ein wenig Brisbane im dunkeln angesehen - auf der Suche nach einem guten Restaurant um den Geburtstag noch ein wenig zu feiern. Aber auch da hatten wir nicht wirklich Glück. Bis wir in dem Stadtteil angekommen waren in dem es angeblich die ganzen guten Restaurants gibt war es so spät geworden dass die alle schon am zu machen waren. Aber wir haben dann doch noch einen Asiaten gefunden in dem wir es uns gemütlich gemacht haben. Angestossen haben wir dann aber richtig in einer kleinen Cocktailbar in der Nähe des Flussufers an dem wir auf dem nach Hause weg ziemlich lange entlang gegangen waren.

Der nächste Tag war verplant mit dem “Lonely Planet Walk” Christine ärgert mich gerne mit der Tatsache das ich den LP für nicht besonders nützlich halte - sie mir aber immer wieder das Gegenteil beweisen kann. Und so ging es dann erst mal an die Southbank von Brisbane - dort stehen die Museen und Conferenz Zentren - aber auch tolle Parks und der “Strand”. Und wie wir da so neugierig herumlaufen fallen uns natürlich auch die ganzen Festzelte auf die am Ufer stehen und aus denen viele fröhliche Menschen herauskommen. Wir also gleich mal hin um nachzusehen was es da wohl geben mag. Und siehe da - es sind die Veranstaltungszelte des Brisbane Marathon. Die bieten wie in Melbourne auch eine kurze Strecke an - in dem Fall eine 10km Strecke. Und wir haben uns gleich mal für den nächsten Morgen angemeldet. Und damit wir das auch gut überstehen gab’s gleich noch ein paar lustige Zehensocken und für Christine ein Funktionsoberteil. Mit so guten Vorsätzen gestärkt sind wir dann weiter auf unserer Route und gleich in das nächste Highlight hinein - oder auch nicht - ein Casting für “Australian Ido” also Australien sucht den Superstar. Und da waren sie dann auch - die ganzen hoffnungsvollen Teenager die alle eigentlich gar nicht singen können aber doch gerne berühmt wären. Christine hat mir erzählt auf dem Damenklo hätten sich die Mädels voll aufgebrezelt und sich warm gesungen - da habe ich also direkt noch was verpasst. Etwas weiter am Flussufer entlang kommt man zum Strand von Brisbane - im Prinzip ein grosses, öffentliches Schwimmbad mit Sandstrand aussen herum. Ziemlich voll an einem so sonnigen Tag und nicht besonders einladend - aber dafür kostenlos und super für Kinder. Der Walk ging dann weiter über den Fluss vorbei an lustigen Schildern, tollkühnen Rollerbladen und einem Schwimmbad in das man hineinschauen konnte in den Botanischen Garten. Der ist leider komplett vertrocknet da Brisbane die erste Stadt in Australien ist die auf Wassersparstufe vier gegangen ist. Und das heisst dann nur noch zu zweit Duschen und nix mehr bewässern. So war das Grass dann zu einer einzigen braunen Ebene verdörrt und die Pflanzen liessen alle die Koepfe haengen. Wir haben aber an einem Schattigen Platz in der Nähe von einem kleinen See doch noch ein Inselchen gefunden um eine kleine Mittagspause im Park zu machen. Von dort ging der Walk dann Kreuz und Quer durch die Stadt und wir haben viele interessante Gebäude und auch Skulpturen gesehen. Abends sind wir dann an einem schönen kleinen Italienischen Restaurant hängen geblieben mit dem schlechtesten Service aller Zeiten und haben uns lecker Pasta gegönnt um uns für den Marathon zu stärken.

Man sollte im Urlaub einfach nicht vor neuen Uhr aufstehen müssen - und dann auch noch an einem Sonntag. Aber da der Lauf schon um neun Uhr morgens los ging mussten wir um kurz vor sieben schon raus und unser Gepäck unterstellen. Und dann ging’s auch schon auf zum Start. Christine war ein wenig nervös da es ihr erster Lauf in so einer Groessenordnung war und wir natürlich völlig untrainiert waren - und sie hatte auch mit einigem recht. Zunächstmal haben wir uns die Startnummern ans Trickot geheftet um festzustellen das da in grossen Buchstaben “Halbmarathon” draufstand. Das hat uns nicht so viel sorgen gemacht - aber das unsere Nummern gelb und alle anderen rot waren kam uns dann doch ein wenig komisch vor. So sind wir fünf Minuten vor Start noch schnell ins Meldezelt und haben uns neue Nummer geben lassen da unsere tatsächlich die falschen waren. Aber dann gings auch schon los. Die Strecke war nicht so arg prickelnd, aber für einen Stadtlauf auch nicht schlecht. Die ersten fünf Kilometer haben wir ganz gut Tempo gemacht, aber dann mussten wir langsam machen - Christine hatte Probleme mit ihren Schuhen - das hat dann auf den Laufstiel geschlagen und Knie und Atmung beeinträchtigt. Das hat mir richtig leid getan denn schliesslich hatte ich sie überredet mitzumachen ohne darüber nachzudenken das sie ja vielleicht gar kein richtig es Equipment bei sich hat. So sind wir dann gemütlich zum Ziel getrappt und Christine hat sich gleich mal von einer Fussspezialistin die Schuhe ansehen lassen - Fazit: sofort Mülltonne. Und da es ja auch noch ein Ausstellungszelt gab hat sie sich dort umgesehen. Nun hatten wir aber nicht genug Geld dabei und auch alle Karten im Hotel gelassen. So bin ich dann noch mal zurück gejoggt und habe die Geldbeutel geholt. Damit hatte dann aber auch ich so richtig die Nase voll vom Laufen. Leider gab es dann die richtigen Schuhe aber gar nicht mehr in ihrer groesse und wir mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen. Und da wir ja noch Duschen wollten sind wir direkt zum “Strand” und haben uns da in der Behinderten Dusche wieder in anständige Menschen verwandelt. Damit waren die Stunden in Brisbane auch schon gezählt und wir haben unser Geraffel gepackt und uns auf zum Flughafen gemacht - diesmal kam der Zug auch pünktlich an und es hat alles gut geklappt.

Cairns kannte ich ja schon von meiner ersten Reise vor zwei Jahren - aber das ist auch schon eine lange Zeit und ich konnte nicht sagen ob sich was verändert hatte oder nicht - und so tippe ich mal auf “oder nicht”. Wir hatten uns im YHA einquartiert was immer noch sehr zentral gelegen ist und doch ziemlich ruhig von der Lage her. das Zimmer war dann ziemlich klein und es gab nur ein Bett, einen Stuhl und eine kleine Garderobe. Aber als echter Backpacker kann man es sich in der kleinsten Hütte gemütlich machen. Und da wir noch nicht müde waren aber dafür um so hungriger sind wir gleich mal in die Stadt gelaufen und haben uns in ein super Restaurant gesetzt. Dort gab es dann eine Wildplatte mit Krokodil, Emu, Känguruh und Baramundi - also von jedem etwas mit drei Sossen und alles hängend an einem Metallgestell mit vier Haken. Das haben wir uns geteilt und dazu noch ein paar Gnoggi gegessen. So hatte ich mir eigentlich das Geburtstagsessen für Christine vorgestellt und ich fand es einfach nur gut. Und um das ganze noch zu topen sind wir noch ins Kino gegangen und haben uns mit Skiddels und Cola “Shooter” angesehen - guter Film.

Am nächsten morgen hatten wir unsere kleinen Taschen vom Marathon gepackt mit Badehose, Sonnencreme, Handtuch und Badeschlappen den die Tauchschule wollte uns um etwa acht Uhr abholen - also wieder nichts mit ausschlafen. Ich war ja schon ein wenig aufgeregt denn man weiss ja nie wie das alles so abläuft. Und dann kam ein kleiner Bus in dem schon ein paar Leute sassen und hat uns um vier Ecken zum Schulungsgebäude gefahren - hätte man auch laufen können wenn man es gewusst hätte. Was natürlich sofort ins Auge fällt ist der Pool. Geschätzte vierzehn Meter auf fünf Meter mit drei Abschnitten - flach, tief, flach - also so etwa 1.30 Meter, 4 Meter, 1.30 Meter auf je vier Meter breite. Wenn man sich das von aussen anschaut eigentlich recht klein - und man fragt sich wie da vierzehn Leute reinpassen sollen. Aber wir hatten ja zunächst mal Theorie. Dazu bekommt man dann dicke Bücher und Tafeln in die Hand gedrückt. Christine und ich haben ein englisches und ein deutsches genommen um zu sehen was besser klappt. Aber wir sind dann doch auf zwei englische umgestiegen weil das einfacher ist wenn man auch alles auf englisch erklärt bekommt. Unser Trainer hiess Steffen und war deutscher. Das hat die Sache für uns ein wenig leichter gemacht auch wenn wir eigentlich keine Schwierigkeiten mit dem englisch hatten - aber wir konnten wenigstens den Akzent gut verstehen. Der Unterricht war dann auch wirklich nicht so trocken wie ich dachte da Steffen ganz untypisch für deutsche jede Menge scherze gemacht hat - aber nie die Ernsthaftigkeit des Themas hat hinken lassen. Nach dem ersten halben Tag war Christine schon ein wenig besorgt da man uns eigentlich in jedem zweiten Satz nur gesagt hatte wie gefährlich alles ist und was alles schief gehen könnte. Da ging es mir ein wenig besser da ich ja schon tauchen war - und damals hatte man mir das nicht gesagt weswegen es bestimmt einfacher war. Aber ich habe immer wieder versichert das es die Sache wert ist und man halt tatsächlich unheimlich aufpassen muss. Aber deswegen sind wir ja da hin gegangen - um es richtig zu lernen. Nachdem wir dann schon ein wenig Theorie kannten sind wir mittags erstmal vom Arzt untersucht worden. Das gehört einfach mit dazu wegen der Versicherung und so. Der testet dann auch die Lunge und die Ohren. Die Tests waren ziemlich lustig. Zunächst hat mich ein Hilfsdoktor darum gebeten so fest wie möglich in ein Röhrchen zu blasen - das habe ich dann auch gemacht und bin fast umgefallen - das Röhrchen war ziemlich gross und es gab null Widerstand so das mein Atem darin völlig verpufft ist. Dementsprechend waren dann auch die Werte - und ich musste den Test noch mal machen. Diesmal wusste ich ja das es nicht darauf ankommt wie hart man pustet sondern das man viel Luft holt beim Pusten - und dann habe ich den Test auch bestanden. Lungenvolumen ist 6,5 Liter ohne bis zum Anschlag Luft zu holen - das reicht zum Tauchen - ist sogar schon fast wieder schlecht da ich zu viel Luft verbrauche im Vergleich mit anderen. Die Ohren waren wohl auch OK - auf jeden fall habe ich nur für wenige Sekunden irgend welche Wahlgesänge gehört und schon war der Test vorbei. Der eigentliche Arzt hat uns dann abgehört, auf einem Bein stehen lassen und wir mussten uns mit dem Finger an die Nase Tippen. Und dann ging’s auch schon ab in den Pool - also noch nicht ganz - erstmal einen passenden Neoprenanzug finden. Die sind ja ganz schön eng und ich finde Christine schaut echt sexy darin aus. Aber bevor wir die angezogen haben ging es erstmal so in den Pool um zu beweisen das mann 200 Meter schwimmen kann und zehn Minuten Wassertreten (10 Minuten sind ganz schön lange) und dann erst ging’s an die Gerätekunde. Und auch schon so richtig mit allem drum und dran - Ausrüstung erklärt - Ausrüstung anziehen - ab ins Wasser und Kopf nach unten. Und so haben wir dann unsere ganzen Übungen Unterwasser gemacht - das fängt damit an das Atemgerät aus dem Mund zu nehmen und wieder zu finden bis hin zum unter Wasser Ausrüstung aus und wieder anziehen. Für Christine war das zum Teil gar nicht so leicht weil eine der wichtigen Übungen das Schwimmen ohne Maske sowie das Fluten und das An und Ausziehen der Maske ist - und das ist mit Kontaktlinsen nicht ganz so leicht - aber sie hat das alles super gemeistert. Nach dem ganzen tauchen sind wir abends dann wieder in die Stadt zum essen und ziemlich früh ins Bett. Eigentlich hatten wir ja im schlauen Buch noch weiter lesen sollen um uns auf die Prüfung vorzubereiten - aber wir haben uns einfach mal für schlau genug gehalten das auch ohne extra Büffeln irgendwie zu bestehen. Mann kann von den fünfzig Fragen immerhin Zwoelf falsch beantworten, was ich eigentlich sehr verwunderlich finde - aber in dem Fall kam uns das entgegen. Und ausgeschlafen geht eh alles viel leichter.
Der nächste Morgen war wieder Sonne pur und mal wieder um sechs aufstehen. Diesmal wussten wir aber wenigstens was der Tag so etwa bringen würde. Zu nächst gab es Materialkunde - noch ein Deutscher gestrandeter hat uns alles erklärt was man über Masken, Flossen, Schnorchel und sonstige Ausrüstung so wissen sollte. War ganz interessant und für die die es schon immer mal wissen wollten hier das Wichtigste in Kürze: Maske immer 100% Silikon und nix anderes. Wenn man sie ans Gesicht hält und ein wenig durch die Nase einatmen muss sie von alleine halten und man kann auch prüfen ob die innere Dichtung gut um das Gesicht am Kopf anliegt. Flossen - nicht immer die teuersten sind die besten, aber mir haben die neuen gespaltenen Flossen am besten zugesagt. Vor allem da man sich separat Schuhe kauft und so nicht in diesen unheimlich unbequemen Gummitaschen die Füsse wund scheuert. Und Schnorchel sollten nicht zu lange sein da man sonst erstickt weil man die alte Luft nicht mehr oben rausbekommt um neue nachzusaugen. Dazu gabs dann noch viele Geschichten und Tips zu Tauchgebieten. Anschlissend konnten wir so eine halbe Stunde die verschiedenen Masken im Pool ausprobieren um eine zu finden die uns am besten passt. Und auch die verschiedenen Flossen waren zum ausprobieren da. Anschliessend haben wir dann mit den Wasser Übungen angefangen und uns in die Nassen Sachen vom Vortag gequält - auch daran muss man sich gewöhnen. Und dann gings weiter mit Gewichtsgurt unter Wasser an und abschnallen, notfallauftauchen, Partnerrettung und sonst noch so einiges von dem man sehr hofft es nie zu brauchen. Wir während den Übungen auch wieder ein wenig Zeit am Poolboden und unser Trainer hat uns gezeigt wie man Luftringe produzieren kann - so wie das manche Raucher machen - echt cooler Effekt. Und denn kam noch mehr Theorie - fast nur noch über Sicherheit und Nofallmassnahmen, schluck. Zum Essen sind wir dann in die Stadt zum Foodcourt in der Nähe des Nighmarkets. Da haben dann fast alle beim Italiener zugeschlagen und wir konnten uns mal so richtig gemütlich mit den Kollegen unterhalten. Einigen hat das Essen aber gar nicht geschmeckt denn wir hatten ja noch die Prüfung vor uns. Und mit Prüfungsangst geht halt jeder unterschiedlich um. Studienskollegen können bestätigen das ich dann immer anfange mit viel reden und Witze reisen um die angespannte Situation ein wenig aufzulockern. Christine hat glaube ich gar keine angst denn sie war die Ruhe selbst und hat mich immer wieder darauf hingewiesen doch nicht dauernd mit dem Fuss zu wackeln. Vom Essen sind wir dann erst mal in die Apotheke um uns Tabletten gegen Seekrankheit zu kaufen. Unser Trainer hat darauf bestanden das jeder welche kauft und die auch nimmt weil er schon zu oft erlebt hat das es selbst erfahrenen Seebären plötzlich schlecht wird. Und dann sind wir in den DiveShop gegangen um unsere Ausrüstung für das Schiff zu richten und noch ein paar Einkäufe zu machen wenn mann das wollte. Und da konnte ich mich nicht beherrschen und bin dem Kaufrausch erlegen. Für Christine und mich eine super gute Maske mit Schnorchel - es ist einfach wichtig das man da unten klar sehen kann, sonst macht das alles keinen Spass. Wir haben uns auch beide ein langärmliges Oberteil gekauft was man unter den Neoprenanzug anzieht und das innen aus kuscheligem Fleece besteht. Einer der besten Käufe seit langem. Und dann habe ich mir noch die gespaltenen Flossen gekauft. Die waren so super zum Schwimmen und ich war einfach nur begeistert wie gut die am Fuss sitzen. Den Rest der Ausrüstung hatten wir dann auch schnell in unsere Kiste und dann ging’s schon zurück ins Trainingscenter denn es gab ja noch eine Prüfung zu bestehen. Der Fairness halber hat unser Trainer noch mal eine Stunde Wiederholung gemacht und uns noch mal auf die wichtigsten Punkte hingewiesen die wir durchgenommen hatten - und dann ging’s mit der Prüfung los. Die war nicht so schwierig und es kamen keine besonders schwierigen oder überraschenden Fragen dran - wir waren ja gut vorbereitet. Das komplizierteste war die Tauchzeiten auszurechnen die man unter Wasser bleiben kann ohne am Co2 zu übersättigen. Und so haben dann auch alle bestanden. Wir waren doch ziemlich erleichtert. Dann sind wir in die Stadt gefahren um zum “Reefteach” zu gehen. Das ist eine dreistündige Veranstaltung in der man mit Dias und kleinen Filmen die Tiere erklärt bekommt die man am Reef sehen kann. Da gibt es die Nemos und Docktorfische und Damsels und Butterflys und natürlich wurden auch die Korallen angesprochen die es gibt. Macht doch mehr Spass wenn man ein wenig bescheid weiss. Ich war ein klein wenig enttäuscht denn ich war ja schon mal da - und den wirren aber lustigen Kommentator von damals den gibts nicht mehr so das es doch eher wie in der Schule abging. Anschliessend sind wir dann noch zum essen gegangen und ein wenig durch die Stadt aber wir mussten ja auch noch Packen und Abfahrt zum Schiff war auf 6.45 terminiert, ächz.

Raus aufs Meer - endlich! Nach dem wir ja nun Tage lang im Pool geübt haben und auch in der Theoriepruefung alle gezeigt haben das wir das Zeug zu guten Tauchern haben ging es nun an die Generalprobe. Wir sind erst mal zum Shop gefahren worden wo wir sicher stellen mussten das unsere Kiste mit Ausrüstung auch auf dem kleinen Transporter war der zum Hafen fuhr und dann sind wir in kleinen Bussen zum Schiff. Es waren auch noch eine ganze Menge andere Leute dabei - einige die den Advanced Kurs machen und andere die einfach nur tauchen wollten. Und so ging die muntere Meute erstmal an Bord. Das Schiff ist wirklich schön und gross und nach dem wir unsere Seekrankheitstablette genommen hatten trauten wir uns auch an Bord. Zunächst war treffen im Gemeinschaftsraum angesagt - dort hat sich die Crew und der Skipper vorgestellt und es gab Wissenswertes über das Leben an Bord. Christine und ich haben leider keine Honeymoon Suite bekommen aber eine kleine und sehr nette Kajüte auf dem Oberdeck - gleich in der Nähe vom Kapitän. Wir hatten sogar ein richtig grosses Fenster an Stelle eines Bullauges - heisst aber auch das eigentlich jeder hätte reinschauen können. Aber auf dem Teil vom Schiff herrscht Gehverbot fürs Normalvolk so das nur der Skipper ein paar mal vorbei gekommen ist. Der Nachteil am Oberdeck ist nicht gleich erkennbar - die Aussicht ist gut, es läuft dir keiner auf dem Kopf herum, frische Luft - also alles bestens - eigentlich schon - so lange das Boot noch vor Anker liegt. Denn die Schaukelbewegungen der vom Boot werden natürlich oben deutlich stärker als unten - und es hat in den drei Tagen unheimlich geschaukelt. Christine war die ersten Stunden etwas übel - trotz der Tabletten - mir war aber auch unangenehm denn das Schaukeln nimmt den Körper doch ganz schön mit. Interessanter weisse hatte ich immer den Eindruck es schaukelt am meisten morgens so kurz vor dem Aufstehen. Da hat es mich einige male fast aus dem Bett geworfen. Und auch das herumspazieren auf dem Schiff war ganz schön schwierig und auch gefährlich. Da kann ich nur empfehlen auf einen Katamaran zu gehen wenn es die Möglichkeit gibt - ist deutlich stabiler. Und schon ziemlich bald haben wir uns fertig machen müssen denn das Boot hat noch in Sichtweise vom Festland Anker geworfen und es ging gleich los zum ersten Tauchgang. Alles wie im Training - ausser das nun die ganzen Sachen viel enger verstaut waren und es ganz schön Gedränge gab - immerhin haben dann so ca. 25 Taucher versucht gleichzeitig auf einer kleinen Plattform all ihr Geraffel anzulegen. Wir konnten natürlich auch gleich die neuen Anschaffungen testen und ich muss sagen - Christine schaut in dem SharkSkin Oberteil einfach super sexy aus. Aber das nur am Rande. Wir uns also alle Ausgerüstet wie gelernt und dann ab auf die Plattform von der man dann ins Wasser hüpft. Bei den Neulingen wird auch immer noch mal geschaut ob der Tank auch wirklich offen ist damit man dann im Wasser nicht nur am Schlauch nuckelt und es wird festgehalten wer um welche Zeit ins Wasser ist - auch damit anschliessend keiner vergessen wird. Wenn man nämlich wieder aus dem Wasser kommt muss man die Uhrzeit, die Tauchzeit und die Tauchtiefe angeben und Unterschreiben - und zwar gleich wenn man aus dem Wasser kommt, also in voller tropfender Montur. Und so gings dann unter Wasser - für mich ja eigentlich schon zum achten Mal da ich an den WhiteSundays schon 5mal getaucht bin und auf KoPiPi auch noch zwei Mal - aber die gelten halt nicht für das Dive Logbuch - aber es hilft natürlich beim abtauchen in unbekannte Gewässer sehr. Und dann ging das Training im Meer weiter wie im Pool - das Gelernte anwenden. Hat natürlich gleich viel mehr Spass gemacht - und natürlich sind wir dann immer noch ne viertel Stunde um die Korallen geschwommen und haben uns die Unterwasserwelt angesehen. Auszug aus dem DiveLog:

Date

Nr.

Reef

ToE

Max Depth

BT

Beschreibung

25/04/07

1

Milln Reef “Petaj”

10:40

10,8

32

 

25/04/07

2

Milln Reef “Petaj”

14:12

9,8

33

 

26/04/07

3

Milln Reef “Whale”

7:12

17

28

 

26/04/07

4

Flynn Reef “Tenniscourt”

10:16

16,1

38

 

26/04/07

5

Flynn Reef “Gordon”

14:58

12,4

42

Erster unabhängiger Dive :-))
Trainig Photography

26/04/07

6

Flynn Reef “Gordon”

19:32

12,4

36

Training Nightdive

27/04/07

7

Flynn Reef “Gordon”

6:25

29,4

28

Training Deep Dive

27/04/07

8

Flynn Reef “Coral Garden”

10:35

11,5

47

 

    ToE = Time of Entry - also wann man ins Wasser gehüpft ist
    BT = Bottom Time - also wie viele Minuten man Unterwasser geblieben ist.

Das Essen an Bord war richtig gut und man konnte sich zwischen den Tauchgängen immer auch noch ein wenig aufs Deck legen und sich sonnen. Und so ging der erste Tag dann auch ruhig zu Ende - und zwar ziemlich früh. Wir mussten ja am nächsten Morgen schon um sechs Uhr wieder aufstehen damit wir um sieben im Wasser sein können - noch bevor dem Frühstück. Also eigentlich ja gar nicht so meins - aber im Urlaub macht man dann ja doch mal Ausnahmen. Und nach dem Mittagessen war es dann soweit - wir hatten alle unsere Tauchgänge die wir für den Kurs buchen gemacht und alle Übungen brav durchgeführt und auch bestanden. Und so konnten wir am Nachmittag zu unserem ersten eigenen Tauchgang ganz ohne Trainer starten - nur Christine und ich. Für die Zertifizierten Taucher gibt es auf dem Oberdeck vor dem Tauchgang immer ein Breefing bei dem erklärt wird wie das Reef aussieht, wo es die sehenswerten Sachen gibt und was der Kompass da zeigen sollte, wie tief man gehen sollte und wann man wieder zurueck an Bord sein muss. Wir haben uns vorgenommen die MickyMouse zu tauchen - ein reef das von oben ein wenig ausschaut wie MickyMouse. Und da haben wir dann auch gleich noch unsere Unterwasserkammera mitgenommen und noch eine gemietet so das wir beide Bilder machen konnten vom schönen Barrier Reef. Man hat uns auch genau erkläret wie man das machen muss, aber unter Wasser ist dann doch alles ein wenig schwieriger und so sind die Bilder zwar nicht schlecht - aber halt doch nicht so farbenfroh wie man es wirklich erlebt hat. Und da hatte uns dann das Tauchfieber gepackt. Mit Christine als meinen “Dive Buddy Buddy” hat es so viel Spass gemacht das wir uns entschlossen haben gleich noch einen weiteren Tauchkurs zu machen - den sogenannten Adventure Diver. Das hat den Vorteil das man einen Nachttauchgang machen kann und auch einen Tieftauchgang so das man eigentlich alles mal erlebt hat was das Tauchen so zu bieten hat - und natürlich kann man das mit dem Tauchschein dann auch überall machen was ja auch nicht schlecht ist. Es haben sich nicht alle entschieden weiter zu machen aber doch immerhin neun Leute. Und am Abend stand dann auch der Nightdive an. Natürlich waren wir sehr aufgeregt denn es ist schon etwas anderes ins dunkle Wasser zu springen was nur von den Scheinwerfern auf dem Boot ein wenig aufgehellt wird. Wir hatten am Nachmittag die neuen Bücher bekommen und schon ein wenig gelesen bevor dann noch mal eine Runde Theorieunterricht dran war in der wir zwar keine echte Prüfung mehr machen mussten aber in dem Buch eine ganze Menge Fragen beantworten. Es war dann schon der vierte Tauchgang am Tag was ich so auch nicht empfehlen kann denn man ist dann schon ziemlich müde. Und so sind wir dann alle mit einer kleinen Taschenlampe und einer Leuchtmarkierung ausgestattet worden und ins dunkle Wasser gesprungen. Das Problem war das ich Christine nicht gesehen habe - es war einfach zu dunkel und es waren ja acht Taucher um mich herum. Aber nach dem wir auf halber Tiefe waren hat mich plötzlich jemand an die Hand genommen und ich habe mich gleich deutlich besser gefühlt. Unten angekommen haben wir uns dann erst mal in einer Reihe auf den Boden gesetzt und sind mit dem Kompass ein paar Meter von der Gruppe weg und wieder zurück um das Navigieren im Dunkeln zu üben. Für mich ist das schon im Hellen schwierig genug und ich war mittags schon froh gewesen das wir beim richtigen Schiff herausgekommen waren.

 

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