Nu gugge
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Blick auf die Ober und die Habourbridge

Tach auch,

Von nun an geht’s aufs Wasser, wer leicht Seekrank wird, der sollte besser nicht weiterlesen. Palme mit Kokos schutzWir sind also mittags angekommen und haben uns gleich bei der Reisegesellschaft gemeldet. Wir haben ungefähr eine dreiviertel Stunde gebraucht um die Formulare alle zu lesen und auszufüllen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube im Falle meines Ablebens hätten meine Hinterbliebenen eine Waschmaschine kaufen müssen. Den Nachmittag haben wir so richtig Urlaubsmässig am Stand herumgelungert und uns mit Eis und Sandwiches verwöhnt. Dann sind zum Parkplatz für unseren Camper gefahren. Der muss ja an Land bleiben. Komischerweise war der Parkplatz den man uns genannt hatte aber schon geschlossen. Auf mein hartnäckiges herumfragen stellte sich dann heraus, dass es hundert Meter weiter auch noch einen Parkplatz gibt - nur leider ist der dann kostenlos. Auf dem Weg zum StrandWir also dort hin den Camper parken und unser Handgepäck auf dem Buckel ab zum Hafen. Da haben wir uns dann erst mal zur falschen Reisegruppe gestellt. Macht aber nichts, denn die Leute die wir um 18.00 hätten alle treffen sollen kamen erst um 18.30. Da waren wir schon leicht nervös, denn auch die falsche Reisegruppe war schon weg, so das wir eine halbe Stunde ziemlich alleine in die Wellen geschaut haben. Ich habe die ganze Zeit versucht ein Schiff im Hafen zu finden auf das 20 Leute passen. Habe aber keines gesehen - war also gespannt wo man uns wohl hinbringen wird.

Also die Gruppe dann komplett war haben wir von Mrs Snorkeling erst mal unsere Stingersuits bekommen (Ausleihgebühr natürlich extra). War ja schon froh das es einen in meiner Grösse gab. Unser 21 Personen KatamaranSollen gegen die ganzen Stinger=Quallen helfen die es um das Reef und die Inseln im Wasser gibt. An einer Hälfte der Quallen stirbt man, die andere Hälfte bringt dich gleich um. So steht das jedenfalls auf den Plakaten die überall am Strand zu sehen sind. Und natürlich mussten wir auch einer Qualle begegnen... Wir also ausgerüstet mit den Anzügen auf dem Weg zum Boot. Ich habe immer noch keines gesehen für 20 Leute. Gehalten haben wir dann bei einem Katamaran der so aussah als wenn doch 6 Leute drauf passen. Aber weit gefehlt. In die beiden Kufen des Schiffes kann man ja locker Leute stapeln. Leute die da auch reinpassen, also Leute bis ca. 180 cm. Na super! Ich natürlich auf meine feinfühlige Art mit den Verantwortlichen Die Koje - Claudi hat oben geschlafenMädels geplaudert und für Claudi und mich gleich mal die einzige Kabine auf Deck und auch die einzige mit Klima herausgehandelt. In der Stand ein Doppel- und oben drüber quer noch ein Kinderbett. Im Doppelbett konnte ich diagonal ganz gut schlafen. Claudi ist nicht so gross :-) und hat das andere Bett genommen. Also Leinen los und volle fahrt voraus. Es gab auf dem Schiff auch einen Gemeinschaftsraum, zum essen fassen und einschwören der Mannschaft. Wir waren ein ziemlich wilder Haufen. Ein Schweizer aus Neu Seeland, zwei Franzosen, zwei Britten, ein Südafrikaner (weiss), und noch drei Deutsche - also elf Leute plus drei Crew also 14 Mann. Unser Team im MannschaftsraumDas war optimal - kann mir nicht vorstellen wie man mit 21 Mann auf dem Schiff klarkommen soll. Am Abend haben wir dann noch "Fluch der Karibik" angesehen und sind bald in die Koje. Am ersten Tag (also über nacht)sind wir zu den WithSundays gefahren. Das ist die grösste Insel und hat einen Strand den man WithHeaven nennt. Er besteht zu 100% aus reinem Silizium und ist so fein, dass es empfohlen wurde alle elektrischen Apparate an Bord zu lassen. Viele haben trotzdem den Foto mitgenommen. Ich auch - aber eingewickelt in eine Plastiktüte. Und von den Fotoapparaten sind dann auch wirklich einer vom Sand befallen worden. Die Objektive hören sich nun an wie ungeölte Türen. Meiner hat’s überstanden.White Haeven Beach Panorama Der Strand ist so weiss, das man mit seiner Gletscherbrille herumlaufen muss um nicht Jüngling am StrandBlind zu werden. Wunderschön. Blick in die WeiteUnd das Wasser hat 29 Grad. Hab ich schon erwähnt das man ohne diesen Ganzkörperanzug nicht ins Wasser darf? Wir also am wunder-schönsten Strand und keiner hat seinen Anzug dabei, schon irgendwie blöd. Aber wir wussten ja das es am Mittag in eine andere Bucht geht die noch schöner sein soll. Was wir nicht so ganz wussten ist, dass es nur eine Bucht zum tauchen und schnorcheln ohne Strand ist.

Wir also weiter zur Bucht. Ich hatte mich neugieriger Weise auch gleich zum tauchen angemeldet. So ein Introduction Tauchgang mit Trainer und so. Das Maedel hat uns dann auch in vollen zehn Minuten erklärt wie man taucht. Ich war beeindruckt wie einfach sich das in der Theorie alles anhört. Und dann haben wir uns auch schon fertig gemacht. Stingeranzug an, Gewichte um die Hüfte, Flossen und Maske aussuchen und dann die Flasche auf den Rücken.
Noch ist alles gut!
Und dann über die Planke gehen. Grosser schritt nach vorne, Augen fixieren den Horizont, Schnaufstück im Mund - und das blanke vertrauen nicht abzusaufen wie ein Stein mit der Flasche und den Gewichten und so. Auf in die TiefeDeswegen hat einem der Skipper auch noch eine freundlichen Stoss gegeben. Freier Fall für eine achtel Sekunde und Aufschlag. Der erste Versuch durch dieses Mundstück Luft zu bekommen. Da schwammen wir, wie Treibholz. Erleichtert und aufgeregt. Und dann ging’s auch gleich zum Umsetzten des gelernten. Erst mal an der Leiter ein wenig untertauchen, dann mit einer Hand an die Nase greifen und die Ohren vom Druck befreien. Dann nimmt man das Puste ding aus dem Mund und gleich wieder rein - dabei übt man das Freiblasen vom Schnaufstück - sonst schluckt man ziemlich viel Wasser. Und dann kommt das beste. Während man vor sich hinflosst und glücklich ist noch am leben zu sein wird einem das Schnaufstück weggenommen. Kommt da Luft raus?Man kann dann stolz zeigen ob man sich gemerkt hat wie man es wiederfindet - oder versaufen. Zum Glück hatten wir alle gut aufgepasst und so konnte der erste Tauchgang beginnen. Ich war völlig nervös und habe aus diesem Tank Luft herausgesaugt wie ein Staubsauger - immer in der Erwartung es könnte der letzte Atemzug sein. Nach einer weile hat man dann ein wenig vertrauen gefasst und ich konnte mich auf die Umgebung konzentrieren. Sagenhaft, sagenhaft, sagenhaft - und falls ich damit noch nicht klar gemacht habe um was es geht dann stellt euch mal folgendes vor. Jemand baut ein rissen Aquarium und macht alles Korallen und Fische rein die man sich nur vorstellen kann. Er gibt sein aller bestes um der Welt zu zeigen das es das beste Aquarium überhaupt ist. Dann spring ich mit meiner Taucherflasche da rein. Nicht zu glauben - hundert verschiedene Fische in allen groessen und allen Farben, einzeln und im Schwarm umschwimmen Riffe und Korallen auf denen Seesterne liegen. Nixe auf BootDa kann man kurz sogar das schnaufen vergessen. Und so hat mich der Tauchvirus erwischt. Nach dem Tauchen bin ich dann auch gleich noch mal mit dem Schnorchel raus, denn ein Teil der Riffe liegt nur etwa einen Meter unter dem Meer und ist von oben gut zu sehen. Claudi ist auch mitgekommen. Sie wollte leider nicht tauchen gehen weil sie Asthma hat (verständlich). Und auch mit dem Schnorchel bot sich ein wunderbares Bild. Wenn man sich nicht bewegt hat sind die Fische herangekommen und einige haben sogar angefangen an meinem Anzug zu saugen. Muss wohl die Sonnencreme gewesen sein. :-)Inseln - nee, echt? Am Abend haben wir dann "Findet Nemo" gesehen. Morgenstund hat Gold im Mund und so ist unser Skipper am nächsten Morgen in der Frühe auf zum Outer Berrier Reef. Das ging seit zwei Wochen nicht mehr wegen schlechtem Wetter. Aber unser Skipper war überzeugt das es diesmal zu machen ist. Und so ging es raus auf die rauhe See - sehr raue See für Landratten wie uns. Das Boot ist vorne etwa drei Meter aus dem Wasser und dann wieder bis zum Deck eingetaucht. Zwei Leute sind Seekrank geworden und haben die Fische gefüttert. Ich habe unter Deck (wieder) den Film "Fluch der Karibik" gesehen. (Ich glaube die Köchin mag Jonny Depp) Am Reef angekommen war das Wasser wieder Still, und auch unsere Seekranken sind sofort in die Anzüge und ab ins Wasser. Ich bin dann gleich wieder tauchen gegangen, gleich zwei mal. Ich will euch nicht damit langweilen wie super schön es wieder war - aber ihr habt alle was verpasst :-)) Und dann ging’s auch schon wieder zurück. Am nächsten Tag war ich dann noch zweimal tauchen an den Hayman Inseln die wir auf der Rückfahrt angesteuert haben, und habe mir (wieder, wieder) "Fluch der Karibik" angesehen. Sundown am Great Berrier Reef

Und so sind wir alle heil und gesund am späten Nachmittag wieder im Hafen eingelaufen und waren uns einig - es war ein super Boot(s)trip. Das Essen war super, die Sonne war uns wohl gesonnen, die Fische alle Friedlich - aber halt - der Stinger !! Einer ist doch tatsächlich am Reef ohne seinen Anzug ins Wasser, und kam nach drei Minuten wieder raus mit ganz üblen Blasen auf der Haut. Und das fast am ganzen Koerper. Ueble Sache (Essig hilft). Also nicht unterschätzen. Aber sonst alles super.

Ich leide übrigens immer noch unter dem Tauchvirus und laufe an allen Tauchläden wehmütig vorbei. Muss unbedingt noch den Tauchschein machen solange ich DownUnder bin.

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