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Weihnachten 06
Weihnachten in Australien stellt man sich ja so richtig Sommerlich und leicht daneben vor. Der normale Australier versteht unter Weihnachten ein BBQ am Strand mit seinen Mates und anschliessend, oder auch gleichzeitig ein wunderbares Besäufnis. Und so hatten wir unser Weihnachten dann eigentlich auch geplant, aber irgendwie kam wie immer alles ein wenig anders. Zunächst hat Christine erfahren, dass sie am 24.12 arbeiten muss. Dafür bekommt man in Australien nicht mal einen Zuschuss, da Weihnachten ja erst am 25.12 ist. Da der Job aber in einem Café in einem Krankenhaus war haben wir das unter “gute Tat” eingestuft und uns angepasst. War auch nicht weiter tragisch, denn die globale Wetterverschiebung hat eh allen einen Strich d urch die Rechnung gemacht. Es war bitter kalt (also für Australische Verhältnisse sind 16 Grad mitten im Sommer halt nun mal bitter kalt) und es gab mehr Schneefall in den Bergen als an jedem anderen Tag im Jahr. So hatten wir hier quasi weisse Weihnachten in den Bergen. Wenn das mal nicht absurd ist wenn man bedenkt das in Deutschland und in den USA an Weihnachten kein Schnee lag.
Diesmal gab es zwar auch wieder Weihnachts-Yuccas aber ich habe von meiner Schwester Karen auch einen Baum zum selber züchten bekommen - und das haben wir dann natürlich auch gemacht. Ich muss zugeben, dass es mich überrascht hat das man aus Pappe mit Wasser einen doch recht ansehnlichen kleinen Kunstbaum zu zaubern. Aber was wäre Weihnachten ohne Plätzchen? Nicht vorstellbar! Und deswegen haben wir uns ganz spontan dazu entschlossen am Heiligen Abend noch schnell welche zu Backen. Es war zwar nicht einfach alle Zutaten zu finden, aber wir haben uns zu helfen gewusst und die Pistazien einfach in den Saftmixer geworfen - dan n sind die auch gerieben. Ich persönlich bin ja überrascht das wir tatsächlich dann auch Plätzchen hatten, denn ich habe mir alle Mühe gegeben den ganzen Teig schon beim Backen zu vernichten - war einfach zu lecker. Und so entstanden dann Zimtkekse (hätten natürlich Sterne sein sollen, aber wir hatten keine Förmchen zum ausstechen da), Pistatien-Marzipan-Rollen und Mohn-Amaretto Plätzchen. Leider haben die nicht all zu lange gehalten. Wir haben alle in zwei Tagen weggegessen da sie einfach zu gut waren.
Dann haben wir uns noch an mein “Chris Gringle” Geschenk gemacht. Jedes Jahr auf Arbeit werden die Namen von allen die am ChrisGringle teilnehmen wollen in einen Hut geworfen und dann muss man einen Namen ziehen und der Person dann ein kleines Geschenk im Wert von unter 10$ zukommen lassen. Ist gar nicht so einfach für so einen kleinen Betrag was gutes finden.
Ich habe einen Lebkuchenzug bekommen (von ALDI) - wie sich herausstellte von meinem Deutschen Kollegen im Verkauf (Marco). Und so haben wir uns der Aufgabe gestellt den Zug mit viel Zuckerguss zusammen zu bauen. Das war eine ganz schön klebrige Aktion - aber am Ende hatten wir dann doch etwas das Ähnlichkeit mit dem Bild auf der Verpackung hatte. Ich habe zwar alle bunten Zuckersteine auf die Seiten des Zuges geklebt und völlig den Schornstein vergessen, aber das hat keiner bemerkt. Den Zug habe ich dann mit ins Büro genommen und die ganze Abteilung hat doch immerhin drei Tage benötigt um ihn aufzuessen. Mag daran gelegen haben, dass zwischen Weihnachten und Neujahr nur drei Kollegen im Büro waren.Und dann - so gegen vier Uhr morgens sind wir dann zu Bescherung übergegangen. Ich habe viele Tolle Geschenke bekommen da mir meine Freunde und die Familie lauter Päckchen aus Deutschland geschickt haben und weil Christine es gut mit mir gemeint hat. Und so habe ich nun eine Menge neuer Bücher - leider kommen die immer ohne die Zeit die man zum lesen braucht, die muss man selber beisteuern - einige neue Spiele, Karten und Gutscheine etc. Christine hat auch eine Menge Geschenke bekommen und wir haben immer abwechselnd ausgepackt. Eines der Geschenke hatte ich aus Singapur mitgebracht und obwohl es nur so gross wie eine Zigarettenschachtel ist in einen Karton verpackt der für ein kleines Ikea-Regal gereicht hätte - dann noch ca. 100 Golfbälle mit dazu damit es auch schön schwer wird und Raschelt und schon ist die Überraschung perfekt. Und dann war auch der kleine Karton noch leer - Christine hat ganz schön geschaut - aber dann habe ich das Geschenk aus dem Regal hinter mir gegriffen und ihr gegeben - und die Welt war wieder in Ordnung.
Sylvester 06 / 07
“Welcome 07 Pary” bei Christine und Jürgen - das war der Titel der Einladung die wir an alle Freunde und bekannten geschickt haben - und zwar per Mail und SMS. Christines Mitbewohnerin war über Sylvester nicht daheim und so hatten wir Sturmfreie Bude und haben ein Neujahrs BBQ veranstaltet.
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Die Party ist auf gute Resonanz gestossen und es sind viele gekommen was mich überrascht hat, denn wir haben die Einladungen erst nach Weihnachten verschickt und hatten die Sorge das schon jeder etwas vor hat und vielleicht keiner kommt. So haben wir uns dann mächtig ins Zeug gelegt um die Beste Party Melbournes auf die Beine zu stellen. Wohnung blitz blank putzen - zu ALDI fahren und einen Grosseinkauf mach en - und natürlich noch die Gasflasche auffüllen damit beim Grillen nicht der Saft ausgeht. Christine hatte sich überlegt kleine Häppchen zu machen und hat wunderbare gefüllte Tomaten und belegte Toasts gemacht sowie alle Zutaten für eine Schlammbowle organisiert (Vanille Eis, Maracuja Saft und Wodka zu je ein Drittel). Und um dem ganzen auch einen etwas Winterlichen Charakter zu geben habe ich mal noch alles für einen guten Glühwein organisiert. Das Haus von Christine ist ganz praktisch da es einen Überdachten Hinterhof gibt so das man draussen Feiern kann - egal bei welchem Wetter. Unsere Gäste haben dann auch noch Getränke und Fressalien mitgebracht und so hatten wir dann ein richtiges Schlemmer-Büffet. Danny hat sogar von seinem selber gebrauten Bier mitgebracht - und das war gar nicht so schlecht. Ich habe mir meine erste eigene BBQ Zange gekauft und stolz den Grill bedient.
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Kurz vor Mitternacht haben wir uns dann auf in Richtung Innenstadt gemacht um uns das staatliche Fe uerwerk anzusehen. In Australien darf man keine privaten Raketen abfeuern. Erst dachte ich das ist komplett bekloppt da ich als alter Feuerteufel halt gerne Feuerwerk veranstalte. Aber hier ist alles auf Waldbrandstufe 3 gewesen da es seit Monaten keinen gescheiten Regen gegeben hatte. Und da es halt jedes Jahr im Sommer trocken wird haben halt alle Sorge das Feuerwerke neue Brände auslösen könnten. Deswegen gibt es auch in vielen Städten gar kein Feuerwerk und es gab sogar das Gerücht das Melbourne sein Feuerwerk absagen muss. Aber dann gabs um Weihnachten herum ein paar richtig graue Scheisstage und die Lage hat sich soweit entspannt das Melbourne auf jeden Fall Feuerwerk haben würde. Nun hatten wir eher die Sorge das man das Feuerwerk gar nicht sehen kann weil es so viele Wolken am Himmel gab und schlecht Wetter vorhergesagt war. Wir haben und dann kurz vor der Innenstadt am Flussufer niedergelassen und eine super Sicht auf das Feuerwerk gehabt. Es gab an mehreren Stellen Feuerwerke und vom Fluss aus konnten wir nicht nur das im Botanischen Garten sehen sondern auch das in der Stadt. War richtig toll!.
Dann sind der Grossteil wieder zurück zu Christine gelaufen und wir haben noch gemütlich bei einem weiteren Bierchen und Cocktail das neue Jahr gestartet.
Happy 2007!
Gästeliste: Danny, Sam, Susanne, Chris, Andreas, Udo, Isabelle, Deborra, Paul, Markus, David, Andrea, Cherryn, Barbara
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