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Urlaub in Doha (Qatar) 23.3. - 26.3.07
Doha - mitten in der Wüsste. Also der Flug von Dubai aus geht ja nur eine Stunde - und da Doha eine Stunde Zeitverschiebung auf Dubai hat fliegt man eigentlich nur genau 5 Minuten. Ist also direkt um die Ecke. Der Flughafen ist ziemlich klein und hat keine Ladedrücken - man wird also per Bus zum Terminal gefahren was ja kein Problem ist. Im Terminal kommt man dann an die Passkontrolle - da haben die mich gefragt ob ich ein Visa habe. Ich wusste ja von nix und hatte natürlich kein Visa. Es gab im Flieger auch nix zum ausfüllen, oder habe ich was verpasst da ich den ganzen Flug über geschlafen hatte? So musste ich natürlich gestehen das ich kein Visa habe und auch sonst nix vorbereitet. Da fragt mich die nette Dame wieder - haben sie Visa. Und ich natürlich ganz durcheinander erst mal überlegt ob die meine englische Antwort überhaupt verstanden hatte? Ich also wieder verneint. Fragt mich die Dame - any other credit cards? Und da war ich dann wirklich perplex. Aber natürlich habe ich ein Visa, also eine Visa-Karte, aber das man mit Visa ein Visa bekommt ist dann doch irgendwie komisch. Natürlich hat die Visa Karte dann auch prompt nicht funktioniert - aber die EC-Karte hat’s genommen. Man muss nur 100 Qatari Dollar zahlen und schon hat man seinen Stempel. Mehr nicht. Und dann bin ich auch schon von Elli und den Kindern in Empfang genommen worden. Das war natürlich besonders schön. Und Mike stand auch gleich vor der Tür mit dem Super-Allrad-Mitsubishi den sie hier fahren. Platz genug für alle, auch wenn Elli zwischen den Kindersitzen ein wenig beengt aussah. Und da das Wetter bester Laune war sind wir dann gleich mal aus der Stadt raus an den Strand. Der Flughafen liegt eh am Stadtrand und so waren wir schnell bei den Dünen am Strand so ca. 15km ausserhalb von Doha. Unterwegs konnte ich dann feststellen das die Scheichs mit ihren Autos fahren wie wenn sie Kamele reiten würden - ziemlich halsbrecherisch und gefährlich. Sobald man aus der Stadt draussen ist wird dann auch die Strasse ziemlich mitgenommen und die Landschaft ziemlich sandig. Man muss sich nach Kompass orientieren da es keine ausreichendenn oder überhaupt keine Strassenschilder gibt. Wir sind dann auch an den Grossen Raffinerieanlagen vorbei gekommen aus denen Doha seinen Reichtum bezieht. Seeehr weiträumig abgesperrt wie eine Festung. Wäre bestimmt auch ziemlich blöde wenn da was hochgehen würde.
Der Strand war dann anders als ich mir das vorgestellt habe. Man fährt mit dem Auto bis 30 Meter über den Sand ans Wasser und Parkt. Dann packt man seine Stühle aus und stellt die vors Auto. Und dann muss man über die Strasse an den Strand rennen ohne umgefahren zu werden. Komisch ist eigentlich nur das es die Strasse so gar nicht gibt. Die Qataries fahren mit ihren Allradautos und den kleinen Strandbuggies - sehen aus wie frisierte Aufsitzrasenmäher bis hin zur Harley mit vier Rädern - direkt am Strand entlang wie die Gestörten. Und alle ve rsuchen anzugeben und tricks zu zeigen - fahren auf den Hinterrädern oder auf die Seite gekippt oder stehen auf dem Gefährt und schlingern dabei wie besoffen. Ist ja alles recht cool - und ich würde auch gerne mal Strandbuggi fahren, aber wir waren doch zum Baden da - und da war es mit den Kindern ganz schön gefährlich. Dafür war das Wasser angenehm und wir haben sogar einige Flundern gesehen die sich über den klaren Grund vor uns in Sicherheit gebracht haben. Aus dem Wasser sind wir dann gleich mal eine richtig grosse Düne hinaufgeklettert. Das war ganz schon anstrengend und mir ging ziemlich die Pumpe. Aber von oben hatte man einen sehr guten Blick in die Wüste und den Strand entlang. Dummer weise kamen gerade da eine Herde Halbstarker die meinten um uns herum die Düne hoch und runter sausen zu müssen so das wir oben wie eingeschlossen waren. Und selbst Elli unten am Stand ist zurück ins Wasser gewichen. Aber dann war der Spuk vorbei und der Spass konnte beginnen. Mit riesigen Schritten so schnell wie möglich die Düne hinunterrennen. Macht voll Spass da man dabei immer einsinkt und kleine Lawinen auslöst. Es war so cool das wir das insgesamt drei mal gemacht haben. Und von da ging’s dann zurück in die Stadt nach Hause um einen Mittagsschlaf zu machen.
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 Die Wohnung ist gar nicht so leicht zu finden. Wenn man die Landmarks nicht kennt und die Kreisverkehre nicht im Überblick behält landet man ganz schnell mal im Falschen Eck. Aber die meisten Taxifahrer wissen wo der Sports-Roundabout ist - und von dort ist es dann gar nicht mehr weit. Das Haus ist dann aber doch ziemlich cool - finde ich auf jeden Fall. Mal von der Tiefgarage abgesehen in die man nur hineinfahren kann wenn man keine Platzangst zwischen den zwei Mauern der Abfahrt bekommt was wirklich nicht leicht ist mit so einem grossen Auto. Es gibt sogar so eine Art Pförtner der alle Hausbewohner kennt. Die Wohnung ist im vierten Stock und sehr geräumig. Alle haben ein grosses eigenes Zimmer und es gibt ein grosses Wohnzimmer und drei Bädern. Die Küche ist vielleicht ein wenig eng was Mike natürlich beim Kochen ein wenig einschränkt, aber sonst finde ich es schon ziemlich geräumig. Alles mit Marmor und eine hohe Decke.  Vielleicht ein wenig dunkel da man aus den Fenstern quasi dem Nachbarn im Nebenhaus die Hand geben kann. Aber wie bei Elli so üblich wurde alles gleich mal sehr gemütlich und praktisch eingerichtet. Ich habe ein Bett bei Julian im Zimmer bekommen was auch ein wirklich grosses Zimmer ist und wo wir uns bestimmt nicht gestört haben und habe mich gleich mal eine Stunde ins Bett gelegt. Reisen ist halt anstrengend.
Dann sind wir wieder los in einen der grossen Shoping Mals die es hier wohl zu mehreren gibt. Besonders bei grosser Hitze ist das wohl der einzige Platz an dem man sich bewegen kann. Und nach einem IceBlend beim Starbucks ging’s mir schon wi eder so richtig gut. Wir sind dann mit den Kindern in einen kleinen, oder auch grossen Vergnügungspark der Teil des Einkaufszentrums ist. Dort haben wir erst ein Fahrgeschäft besucht und dann den Scheichst dabei zugesehen wie sie mit Autoschläuchen einen Eisrutsche hinuntergeschlittert sind und sich gegenseitig über den Haufen geschubst haben. Besonders lustig waren dabei immer die Wehenden Kopftücher die sich unterwegs verabschiedet haben und die schwarzen Halteringe die dann die Rampe hinuntergekullert sind um sich unten mit dem umgefahrenen Scheich wieder zu vereinen. War echt lustig. Die Eisrampe ist auch nicht der einzige kalte Ort in dem Mal. Es gibt in der Mitte eine grosse Halle in der eine Eisbahn angelegt ist auf der man richtiges Eishockey spielen kann und auf der die Scheichs mit Schlitt schuhen umherkurven. Schaut auch aus wie in einem Comicfilm. Dann haben wir die Kinder in einer riesigen Krabbelburg untergebracht. So was grosses haben ich noch nie gesehen und ich bin mir sicher das sich die Kinder die ersten male darin verlaufen haben. Und so konnten wir für zwei Stunden alleine Shoppen gehen. Habe natürlich gleich ein paar schöne Dinge gekauft die so richtig typisch Arabisch sind. z.B. ein kleines Kamel fürs Regal. Und Mitbringsel fuer meine Australier. Und dann war der Tag auch schon rum und Mike hat uns zu Hause noch lecker gekocht. Da in der Wüste der Tag schon um sechs los geht und man um fünf aufsteht sind nun alle schon im Bett.
Doha der zweite Tag:
Ausschlafen - das geht natürlich nur wenn man mit einem gesegneten Schlaf beschenkt ist, denn die Kinder fangen so um sechs Uhr an mit Action. Das ist nicht besonders verwunderlich wenn man bedenkt dass unter der Woche immer um fünf Uhr der Wecker geht. Ich habe aber in aller Ruhe bis um acht geschlafen und sogar ziemlich gut. Dann gab es Mikes beste Pfannkuchen und gutes Obstfrühstück. Dann haben wir die Kinder und die Fahrräder ins Auto gepackt und sind an die Corniche gefahren. Das ist die Strasse die sich ein mal um die Bucht legt an der Qatar gebaut ist - also quasi die Uferpromenade der Stadt. Da haben wir dann ganz faul unsere Klappstühle aufgestellt und das Gesicht in die Sonne gewendet. Die Kinder sind derweil auf den Fahrrädern im Kreis um eine der Raseninseln gefahren. Dem Julian haben wir dazu extra heute morgen erst die Steuerräder abmontiert. Und er kennt nur zwei Geschwindigkeiten - Vollgas oder Stop. Da ist einem das Herz manchmal ganz schön in die Hose wenn er vom Weg ab auf die Wiese gefegt ist weil der die Kurve nicht bekommen hat. Aber so alles in allem ist er ein guter Fahrer und hat unheimlich schnell gelernt. Am Schluss ist er immer ohne Hilfe aufgestiegen und los geradelt und es gab keine grösseren Stürze. Kira radelt ja nun schon länger und ist da er der gemütliche Son ntagsausflugradler. Mike und ich hatten uns extra in die Jogging Klamotten geworfen um etwas gegen den Wohlstandsspeck zu tun den wir zwar beide nicht im Übermasse haben dem es aber vorzubeugen gilt. Wir sind fast ein mal um die ganze Bucht gelaufen und wieder zurück. Dabei haben wir eine Menge interessanter Dinge gesehen. Zunächst sind wir an einer Ausstellung vom der Qatar Photografic Society vorbeigelaufen die ihre Bilder ausgestellt hat. Die waren zum Teil richtig gut und haben überwiegend Bilder von Kamelen und traditionellen Arabern gezeigt - richtig gut. Dann sind wir am Maskottchen für die Asian Games vorbei gekommen. Das ist eines der grossen Ziegen (Biologen würden mich nun bestimmt erdrosseln wollen) mit den langen Hörner die das Staatssymbol von Qatar sind und z.B. auch die Airline schmücken. Sie heissen Oryx und geben beim Scrabble super viele Punkte :-) Es ist knall bunt und bestimmt zehn Meter hoch und schaut in die Stadt. Dabei war dann auch eine Kunstaktion rund um Bob the builder. Das ist ein Baustellenarbeiter - der soll wohl das Maskottchen der fünfhundert Baustellen in Qatar sein. Wenn man so an der Promenade entlangläuft dann kann man in aller Ruhe vor sich hin meditieren - Hochhaus, Baustelle, Baustelle, Hochhaus Hochhaus, Baustelle, Hochhaus, Baustelle, Baustelle, Hochhaus, Hochhaus, Palast und Moschee. Ich übertreibe bestimmt nicht wenn ich behaupte das halb Qatar momentan eine Baustelle für super moderne Wolkenkratzer ist. Die Skyline ändert sich also im Wochenrhythmus und man kann sich schlecht vorstellen wie die Stadt früher mal ausgesehen haben mag. Anscheinend werden auch die kleinen Häuser und Zeltstädte am Stadtrand platt gemacht damit die Leute in den neuen Häusern leben können. Dazu kommt noch, das der Scheich sich von vielen Elite Universitäten kleine Campus ins Land geholt hat und mit allen politischen Parteien der Umgebung gleichzeitig verhandelt - man hat das Gefühl hier entsteht die Schweiz Arabiens. Sonst fällt einem auf das die Stadt sehr sauber ist. Das scheint nicht nur daran zu liegen das die Araber nichts wegwerfen sondern das es eine ganze Armee von Gastarbeitern gibt die den ganzen Tag nichts anderes machen als den Müll aufzusammeln, den Rasen zu mähen und zu bewässern etc. Als wir von unserer Laufrunde zurück waren hatten die Arbeiter gerade Mittagspause und lagen alle für ein Mittagsschläfchen im Park. Die Promenade fällt übrigens direkt ins Wasser - einen Strand gibt es nicht. Natürlich sind wir mit den kleinen dann erstmal zum Eisessen gegangen und wir haben uns auch die Bilder noch ein zweites mal angesehen. Und dann haben wir eine Hafenrundfahrt gemacht. Auf einem Boot das den alten Perlentaucher Booten nachempfunden war. Bevor die Qataries das G as und Öl gefunden hatten waren sie nämlich auch Perlenfischer. Die Rundfahrt sollte eigentlich auf eine kleine Insel mitten in der Bucht gehen auf der mal Palm Tree Island war. Aber der Scheich hat die Palmen alle weg getan und nun steht da nur noch ein einsamer Baum und der Park ist auch nicht mehr zugänglich so das wir eine Rundfahrt hatten ohne anzulegen. Das Boot wurde von einem Inder gesteuert der dann auch gleich Indische Musik aufgelegt hat. Das hat den Kindern super gut gefallen und sie sind die ganz Zeit nur am tanzen gewesen. Und die Tour ging bestimmt eine halbe Stunde. Dann haben wir wieder unser Sach gepackt und sind heim. Die Kinder brauchten ein Schläfchen und wir alten haben eine runde gequatscht und so Dinge wie Computer auf Vordermann bringen erledigt was auch mal gut war. Und dann ging’s auch schon gleich wieder los. Diesmal zu einem kleinen Einkaufszentrum ganz in der Nähe wo Elli und Mike wohl öfter hingehen. Auf dem Weg haben wir uns ein paar mal verfahren da die Strassensysteme hier ziemlich kompliziert sind und es einfach kaum Schilder gibt. Der Plan war sich dort in einem der kleinen Cafés in dem es wohl den besten Café der Stadt gibt (soweit bisher bekannt)den Sonnenuntergang anzusehen. Und das hat dann auch ganz gut geklappt. Es war etwas Diesig, aber die Farben am Himmel waren so richtig schön - und der Café und Kuchen war tatsächlich richtig gut. Ellie hat mich dann auch gleich noch schnell mit in ihr Lieblingsgeschäft in diesem Mal geschleppt - einem Einrichtungshaus. Dort gibt es alles an Arabischem Kitsch was man sich so vorstellen kann. Aber die meisten Sachen haben echt Stiel und sehen richtig gut aus. Besonders weil man plötzlich das Gefühl hat die Dinge passen hierher. Um einen herum sind dann halt lauter vermummte Frauen und Männer mit Kopftuch - und das die sich mit arabischem Kitsch eindecken mach t völlig Sinn. Fast hätte ich mir auch ein paar von den tollen Bordüren gekauft - aber irgendwie passt der Stiel dann doch nicht so richtig nach Australien und ich habe halt immer noch ein bisschen ein Platz und Gewichtsproblem für die Heimreise - also habe ich ganz Geldsparend nur geschaut. Von dort aus sind wir dann zum nächsten Mal der gerade erst zu den Asia Games aufgemacht hat und der auch direkt neben den Sportanlagen steht. Diese sehen von aussen sehr imposant aus und Elli meint auch von innen sei alles ganz toll. Der Mal ist ein wenig besonders weil er aussieht wie eine kleine Italienische Stadt mit Flüsschen und Gondeln darauf - alles unter einem klimatisierten Dach. Es schaut aus wie das Venezia Casino in Las Vegas. Es sind zwar noch viele Geschäfte geschlossen - aber der Mal ist so riesig das es doch unheimlich viele Shops gab die schon eröffnet hatten. Und die Kinder haben sich über die tolle Akustik gefreut die da geherrscht hat. Hier waren wir dann auch wieder ein wenig Shopen und ich habe mir auch einen Drunterzieher gekauft. Elli hat nach Schuhen gesucht - aber in ihrer Grösse gibt es halt so gut wie gar nichts. Dann sind wir im Mal noch essen gegangen und dann gleich heim und ab ins Bett.
Tag drei in Doha: Also heute habe ich erstmal ausgeschlafen - und so richtig lange. Die Familie ist ja schon um fünf Uhr morgens auf - das war mir entschieden zu spät, und mit den Touren hatte es ja auch nicht so geklappt, also stand ausschlafen nichts im Wege. Deswegen bin ich so um 10 aus dem Bett gefallen und gleich losgelaufen zum Centerpoint Mal. Da waren wir ja gestern schon, aber ich wollte mal zu Fuss die Gegend ein wenig erkunden. Dort habe ich mir dann in dem kleinen Café ein gutes Frühstück gegönnt und den Scheichs beim Café trinken zugesehen. Ich habe auch einige Bilder gemacht um die Atmosphäre ein wenig einzufangen, aber es ist mir bestimmt nicht so recht gelungen. Von dort aus bin ich dann noch mal schnell heim um mir den örtlichen Busfahrplan zu hohlen. Die Busse fahren hier erst seit den Asia Games, also erst seit Dezember. Vorher hat es wohl kein öffentliches Transportsystem gegeben. Dann bin ich zur Bushaltestelle gelaufen die bei Elli gleich um die Ec ke ist. Aber wie es halt meist so ist fuhr mir der Bus direkt vor der Nase davon und so habe ich beschlossen mir die Stadt weiterhin auf Schusters Rappen anzusehen und einfach in die Innenstadt zu laufen. Dabei kann man mehrere Dinge feststellen. Erstens fängt das Leben hier tatsächlich erst am Nachmittag an. Einer der Mals auf dem Weg war selbst um ein Uhr Mittags noch geschlossen. Zweitens gibt es tatsächlich durch die ganze Stadt Baustellen, also nicht nur im Zentrum. Es sind fast alles ausländische Arbeiter die mit alten, ausrangierten Schulbussen zur Arbeit gefahren werden. Die haben sich nicht mal die Mühe gemacht die Buse umzulakieren oder so was. Da steht immer noch School Bus drauf und es schauen dich eine Horde Inder an. Und das über die ganze Stadt hinweg. War wohl ein Schnäppchen. Drittens mauern sich die Scheichs echt gerne ein. Es ist mir gelungen durch ein paar Toreinfahrten zu spähen und zu sehen was für herrliche Grünanlagen und Häuser sich hinter den hässlichsten Mauern verbergen.
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Und natürlich ist immer und überall alles voll mit Sand der einem beim Laufen ganz langsam in die Schuhe sickert. Von Elli bis in die Stadt laeuft man so etwa eine Stunde, wobei ich einen ganz Schönen Umweg gelaufen bin durch die Winkel und Gassen. Wenn man sich’s einfach macht kommt man direkt am Palast heraus. Auch den habe ich Fotografiert - war mir nicht sicher ob mich da gleich die Security holt, aber man muss ja mal ein Risiko eingehen. Und dann bin ich auch gleich in ein Taxi gesprungen um zur Educational City zu fahren. Elli hat mir extra eine Wegbeschreibung mitgegeben da die Taxifahrer keine Ahnung haben. Und das ist schon verwunderlich in einer doch ziemlich kleinen Stadt. Zu dem ist die Educational City nicht umsonst eine City - das Ding ist riesen gross und auf keinen Fall zu übersehen. Da gibt es einen eigenen Strassenplan nur für die City. Aber der Taxifahrer wusste tatsächlich nicht wo das ist. Und leider war auch seine Schicht zu ende und er wollte mich da gar nicht hinfahren nach dem wir es auf der Karte gefunden hatten. So hat er mir bei voller Fahrt auf dem Highway einfach aus dem Fenster heraus ein anderes Taxi heran gewunken und wir haben einfach am Strassenrand die T axis gewechselt - ganz schön abenteuerlich so mitten im Verkehr. Und der neue Taxifahrer hatte auch mal wieder keine Ahnung. Aber dank der Buskarte die ich ja bei mir hatte und auf der die City eingezeichnet war haben wir dann auch dorthin gefunden. Wobei wir erst mal am Falsc hen Tor waren und noch mal ein ganzes Stück aussenherrum mussten. Elli findet man dann gar nicht so einfach - also erstmal muss man sich zur Primary School durchfragen. Das ist gar nicht so einfach, denn es scheint doch nicht jeder Englisch zu sprechen - auf jeden Fall nicht die Parkpfleger und Hausmeister die man natürlich überall trifft. Aber wenn man dann mal in die richtige Richtung geht dann kommt man irgend wann an einem sehr netten Gebäude an das voll mit kleinen Klassenzimmern ist. Hat mir gut gefallen, denn die kleinen Basteln ja noch so gerne und so ist alles schön bunt und mit Bildern und kleinen Projekten - und jeder Lehrer hat ein Board das er in Abständen behängen mus s. Und dann fragt man sich nach dem Wooden Floor Gym durch. Das ist direkt neben Ellies PE (Psychical Engineering .... quatsch natürlich Physical Education) Office. Ist ganz lustig das die Gyms nach der Farbe vom Boden sortiert sind, aber es funktioniert wohl ganz gut. Elli hat ein sehr nettes Büro mit Platz und Licht und es schaut so gar nicht nach Sport aus wenn mal vom Ballaufpumper i n der Ecke absieht. Ich habe auch gleich eine der Kolleginnen getroffen und einen Schwatz gehalten - ist auch sehr nett. Elli kam dann auch gleich vom Pool um die Ecke und auch Kira kam angerannt - die hatten zusammen Schwimmen, was ganz praktisch ist denn Kira kann Elli dann immer sagen ob das Training gut war oder nicht. Von Elli habe ich dann eine kleine Tour ueber den Kampus bekommen und war schon ziemlich beeindruckt. Die haben da eine richtige kleine Stadt auf dem Campus - so mit Post und Reisebuero und Arzt und Waescherei und Gym und Pool und alles was man so braucht. Ich war beeindruckt. Aber das macht dann das leben bei 50Grad im Schatten ertraeglich oder ueberhaupt erst moeglich. Dann bin ich mit Kira los um Julian bei Mrs Amanda abzuhohlen die immer mal wieder auf ihn aufpasst. Dazu macht man einen Spaziergang durch die City zu den Privatgebaeuden in denen eigentlich die Lehrer wohnen die aber in Studentenwohnheime umgebaut werden sollen wenn die Lehrersiedlung mal endlich fertig wird. Und dann bin ich mit den kleinen auf den Spielplatz und wir haben Piraten gespielt und Schaetze gefundenden und natuerlich auch wieder versteckt.
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Da habe ich dann gemerkt wie anstrengend es ist zwei Kinder gleichzeitig im Auge und bei Laune zu halten - besonders wenn dies sich noch gegenseitig Konkurrenz machen. Aber ich finde ich habe mich ziemlich gut geschlagen. Wir sind dann noch eine Runde über den Kampus gefahren als Mike dann mit dem Auto gekommen war um und die tollen Gebäude anzusehen die da entstanden sind. Man könnte wirklich meinen die City sei auch ein Design Projekt für Baukunst - die Schulen versuchen sich alle gegenseitig zu übertrumpfen und sind so richtig grossartig Designed. Auf jeden Fall sehen sie mal von aussen super gut aus. Es ist zwar etwas zusammengewürfelt da die Baustiele sich schon ein wenig grass unterscheiden, aber es wirkt. Von dort aus sind wir dann schnell in die Siedlung der Lehrer gefahren die ja immer noch im Bau ist - deswegen sind Elli und Gang ja auch noch nicht umgezogen. Die Anlage ist richtig schön und auch direkt bei der Schule um die Ecke. Da kann man schon verstehen das die junge Familie lieber schon in der neuen Bleibe wäre. Aber es scheint so langsam fertig zu werden und vielleicht klappt es mit dem Umzug ja doch bald - Daumen drücken.
 Ja und dann kam noch der absolute super Abend - Mike hat mich und Elli im alten Teil der Stadt abgesetzt und ist mit den Kindern heim. So hatten Elli und ich noch ein wenig Zeit durch die Gassen des alten Bassars zu schlendern und uns die arabischen Reichtümer anzusehen - und das haben wir dann auch ausführlich getan. Von Schokoladeläden über die Gewürzläden bis hin zu Schuhen und Schraubenschlüsseln gibt es hier einfach alles in ganz kleinen Gassen und Läden versteckt. Damit man seine Sachen nicht selber tragen muss kann man sich einen Schubkarrenschieber anheuern der einem dann die ganz Zeit mit der Schubkarre folgt. Das haben wir aber dann doch nicht gemacht - so viel wollten wir nicht kaufen. Was mich beeindruck hat waren auch die Flakenhandlungen - in Arabien sind die Falken wohl unheimlich beliebt und die Falkenjagt ein grosses Hobby. Die Tiere kosten so viel wie ein kleines, oder auch grosses Auto und werden wohl nicht gezüchtet sonder gefangen. Wer einen guten Falken fängt hat wohl für den Rest des Jahres ausgesorgt. Wir haben es uns dann auch nicht nehmen lassen uns ein paar traditionelle Gewänder zu kaufen - also musste ich eine weisse Kutte anprobieren und den passenden Kopfschmuck - also Tuch mit Ring ausprobieren. Das ist gar nicht so einfach - da merkt man erstmal warum die Kerle alle so aufrecht gehen - damit der Kranz nicht vom Kopf fällt. Ich habe dann das Outfit auch gleich angelassen und bin den Rest des Abends als Scheich über den Bassar gelaufen. Sehr zur  Erheiterung der echten Scheichs die mich natürlich auf hundert Meter als verkleideter Tourist erkannt haben. Aber sie haben alle gelacht und mir Tips gegeben wie man das Kopftuch faltet oder die Kutte trägt. Elli hat sich auch noch einer schwarzen Robe umgesehen - das ist mal gar nicht so leicht. Da gibt es tausende verschiedene Modelle von modern bis traditionell und in lauter unterschiedlichen Ausführungen. Und ich dachte die seinen alle immer nur einfach in schwarze Säcke gehüllt - weit gefehlt. Wir haben uns viel Zeit gelassen und dann aber doch auch was schönes für sie gefunden. Allerdings hatte Elli keine Lust als Nonne über den Markt zu rennen - besonders nicht mit mir als Scheich :-). Wir sind dann noch durch die Gassen in denen es den ganzen Kitsch gibt und haben uns sogar noch eine kleine Liveband ansehen können die traditionelle Musik gemacht hat - Trommeln, Gesang und elektroPiano. War mal ganz interessant wird aber bestimmt nicht meine neue Lieblingsmusik Von da sind wir dann zum Goldmarkt und haben uns die arabische Goldkunst angesehnen. Da habe ich das Kostüm dann aber doch wieder ausgezogen um ein wenig seriöser zu wirken. Wir sind durch eine ganz Menge Läden gelaufen und haben sogar was nettes gefunden - aber natürlich macht das Schauen fast noch am meisten Spass. Was ich noch nicht ganz verstanden habe ist, dass man Gold zum Materialpreis bekommt - aber halt in Schmuckform. Da fragt man sich doch werden Goldschmied bezahlt.
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Ja und dann war der Tag schon fast rum. Wir sind noch in ein wunderbares Restaurant gegangen und haben noch ein wenig gequatscht - auch immer wichtig und gut - und haben uns lauter leckere Gerichte bestellt deren Namen ich bestimmt nicht richtig schreiben könnte. Aber es war ein Salat, ein gebackener Käse und so was wie gefüllter Pfannkuchen. Damit ist der Urlaub nun leider schon wieder zu ende. Es war schön und ich habe viel Kraft getankt.

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