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Hallo zusammen,
Es begabe sich also, das ich nun schon eine ganze Weile hier unterwegs bin und viel erlebt habe . Dabei muss ich mal sagen, dass man hier von einem Kaff zum nächsten Gurkt. Bin eigentlich gar nicht mehr so begeistert mich hier mit dem Camper durch die Gegend zu schlagen. Nach der Abfahrt von den Glas Mountains haben wir einfach nur eine Menge Strasse gesehen. Und die nennt sich Highway und führt einspurig in bester Bundesstrassenmanier durch Niemandsland. Man darf nur 100 fahren, was auch OK ist auf solchen Strassen,- aber bei den Kilometern die man zurücklegen muss ist es doch sehr Zeitraubend. Immerhin sind es von Brisbane nach Cairns ca. 1780 km. Und wir haben jetzt schon 2500 km weil man ja nicht immer den Highway entlangfährt. In den Führern steht immer was von wunderbaren Städten die man sich ansehen muss - wir sind da auch immer hin, so zum Frühstücken an der Strandpromenade und so. Ist aber leider nicht so. Die Städte sind ziemlich langweilig, die Läden öffnen alle so zwischen 10.00 und 18.00 Uhr, und das völlig willkürlich. Und natürlich hat immer gerade der Laden geschlossen in den man gerne mal gegangen wäre. Lustigerweise steht an der Tür dann ein Schild "24h a day / 7 days a week" - was? geschlossen? Und zwischen den Strandcaffees und dem Strand ist eigentlich immer eine vierspurige Strasse auf die man sehen kann. Wir haben uns natürlich trotzdem eine schöne Zeit gemacht und picknick unter Palmen eingeführt etc. Und der Kaffee schmeckt laut Claudi ganz hervorragend. Zu dem erlebt man auf Tour immer etwas. Wir sind z.B. mal einer Aussichtsstrasse gefolgt die parallel zum Highway geht. Die hat dann nur noch eine Spur für beide Richtungen - und ist plötzlich nicht mehr geteert. Dann kommt man sich echt vor wie im Wilden Westen, und so sind wir auch gleich auf ein Örtliches Pferdefestival geraten. War voll die Hölle los :-) alle Pferdebesitzer der Umgebung waren mit Familien gekommen. Und dann haben wir uns auch alle die Pferde ansehen können und so richtig fachsimpeln. Und alle dreissig Leute haben sich über die zwei Touristen gefreut, wobei ein 90 jähriger Greis geschworen hat es wären vor dem Krieg schon mal welche da gewesen. Es hat voll Spass gemacht und die Leute waren alle super nett. In Rockhampton angekommen haben wir eine Runde um den örtlichen Hausberg gedreht und die Aussicht genossen. Auf dem Berg ist eine rissige BBQ Area und es war erstaunlich das an einem nebligen Tag so viele Aussies ihre Familie eingepackt haben um da oben zu grillen. Müssen wir unbedingt auch noch machen. Der nächste Halt war dann Mackay. Hier habe ich in einem Internetcaffee dann versucht meine VISA Bewerbung elektronisch abzuschicken. Laut RBAU geht das zwar gar nicht aber laut VISA Behörde geht es so am schnellsten. Und nach einigen hin- und Her war dann auch RBAU überzeugt. Nun habe ich etwa acht mal versucht meine Daten in das Formular einzugeben - aber das System hat immer nur gesagt "Dich gibt es hier nicht".
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Nach dem ich mir dann 100% sicher war, das alle meine Angaben richtig waren habe ich wieder bei der Einwanderungsbehörde angerufen. Die haben mich dann an einen Spezialisten verwiesen und wir sind alles Schritt für Schritt durchgegangen. Leider konnte der mir aber auch nicht sagen was nicht stimmt, denn ich hatte alles absolut richtig gemacht. Nach einer weiteren Stunde Herumstöbern und nach dem ich meine 50$ Telefonkarte leergeplaudert hatte sind wir dann, nachdem ich herausbekommen hatte wie man ein Prepaydtelefon online über Creditkarte wieder laden kann, doch noch dahinter gekommen. Ich habe ja bereits ein VISA - und das System vergleicht die Daten die ich eingebe mit denen die schon bekannt sind. Nun hat, wer auch immer, der mir mein VISA besorgt hat mein Geburtsdatum falsch angegeben. Es stand auf dem 15 statt auf dem 5. Da es sich aber um ein elektronisches VISA handelt habe ich nie die Information erhalten und konnte das gar nicht wissen. Ich habe also die Formulare mit meinem falschen Geburtsdatum ausgefüllt - und voila - alles paletti. Das ich bis heute noch nichts von der Behörde gehört habe deute ich mal als ein gutes Zeichen. So kann man einen ganzen Sonnigen Tag in mit einem Problem vertuen für das man gar nichts kann.
Aber dann haben wir uns über viele Kilometer zu unserem nächsten Ziel aufgemacht. Den Eungella National park. Hier sind wir dann spät in der Nacht angekommen, und waren beeindruckt. Die Strassen wurden immer Enger und der Berg immer Steiler und plötzlich kamen wir an das Schild "Campingplatz". Es deutete auf einen kleinen Feldweg der bergab auf einer Wiese verschwand. Kein Haus und auch sonst nichts in Sicht. Wir also hinein ins dunkle - und siehe - es gibt eine einzelne Betonplatte mit einer Steckdose Nebendran. Und die war noch frei - es waren wohl sonst keine Camper da, sofern das der Campingplatz war. Wir haben aber dann doch in einger Entfernung ein Haus gefunden. Auf einem Zettel stand, dass Spätankömmlinge sich am nächsten morgen melden sollen und bitte auf die Kante achtgegeben werden soll. Welche Kante?
Wir haben uns dann auf ein Abendessen ins freie Gesetzt und die Sterne bewundert Wenn man das Kreuz des Südens 2 1/2 mal verlängert und dann auf den Horizont herunterpeilt weiss man immer wo Süden ist. Kleiner Einwurf am Rande - ich hatte den Camper ja mit GPS gebucht, davon ausgehend das wohl ein Navigationsgerät damit gemeint ist. Leider sind das aber nur GPS die einem die eigene Position in Länge und Breite sagen. Dumm gelaufen quasi. Wir also Sterne bewundert und in völliger Ruhe geschlafen. Am nächsten Morgen haben wir dann auch die Kante gefunden, zum Glück nicht vorher. Steht der Campingplatz doch tatsächlich am Ende eines Tales und fällt direkt von der Wiese, ohne jede Art von Absicherung, einfach nur senkrecht ins Tal runter. So haben wir dann also ein Frühstück an der Kante gemacht. Dann sind wir wandern gegangen. Die grosse Sensation an dem Nationalpark ist wohl, dass man in der Dämmerung Schnabeltiere sehen kann. Muss ehrlich sagen, dass mich das nicht wirklich aus den Schuhen geworfen hat. Aber die Wanderung war wunderbar. Auf dem Heimweg sind wir dann noch in Susans HidawayCafe gegangen. Susan ist eine Deutsche die vor 20 Jahren ausgewandert ist und das Café in den Bergen begründet hat. Findet man auch in fast jedem Führer weil es da den besten Apfelstrudel in Australien geben soll. Wir haben das dann gleich getestet - und es war auch richtig lecker.
Zum Café gehört dann auch noch ein Kunstgarten. Lauter dinge die mit bunten Steinen beklebt sind in einem Garten verstreut. War ganz lustig und hat zu Susan gepasst. Tags drauf sind wir dann auf zu unserem ersten grossen Zwischenstopp. Drei Tage Segeln in den WithSunday Inseln. |